Philippinen – Ernährungssicherung und Klimaanpassungsstrategien

In dem Projekt, das in Kooperation mit dem WGT Deutschland und der Schweiz für 3 Jahre gefördert wird, geht es darum, in der Land- und Forstwirtschaft von Süd-Mindanao Strategien zu entwickeln, die auch in Zeiten des Klimawandels die Lebensgrundlagen der Familien sichern.

Indigene Frauen auf Mindanao sind in vielerlei Hinsicht gegenüber der Mehrheitsbevölkerung benachteiligt: Sie leben, meist ohne Besitztitel, in abgelegenen Regionen auf wenig fruchtbarem Terrain, auf dem gerade das Nötigste zum Überleben erwirtschaftet werden kann. Die Folgen des Klimawandels bzw. Verschlechterung der Boden- und Niederschlagsverhältnisse treffen sie dadurch besonders hart. Staatliche Infrastruktur ist kaum vorhanden, d.h. der Besuch von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen erfordert weite und beschwerliche Anreisen.

Das Projekt richtet sich an 200 Frauen aus drei indigenen Gemeinschaften der Provinz Davao del Sur. Sie sollen erlernen, nachhaltige Land- und Forstbewirtschaftung zu betreiben. Ferner zielt das Projekt auf eine stärkere Beteiligung der indigenen Frauen in Lokalpolitik und Kommunalplanung und ermutigt sie, ihre Stimme in der Öffentlichkeit zu erheben, wenn es um die Durchsetzung ihrer Rechte und Formulierung ihrer Anliegen geht.

Unsere Partnerorganisation ist die METSA Foundation in Davao City. Sie wurde 1995 gegründet, um Mitsprache, Beteiligung und Lebenssituation marginalisierter Frauen und Kinder im ländlichen Raum Davaos zu verbessern. Dabei setzt METSA seit vielen Jahren auf die Durchsetzung der Rechte von (indigenen) Frauen, auf agro-ökologische Landwirtschaft, Umweltschutz/Ressourcensicherung, Engagement gegen Landraub sowie gentechnisch modifiziertes Saatgut. Die Organisation ist lokal gut vernetzt mit verschiedenen Frauen-, Umwelt- und Farmerorganisationen.

Im Rahmen des Projekts werden Trainings in ökologischen Anbaumethoden kombiniert mit Maßnahmen zur Wiederaufforstung und zusätzlicher Einkommensgewinnung aus dem Zuckerrohranbau. Frauen, die in Vorprojekten von METSA teilgenommen haben, fungieren dabei als Multiplikatorinnen in den indigenen Gemeinschaften, um die Akzeptanz der vorgeschlagenen Methoden und Anbautechniken zu erhöhen. Die Einrichtung von Saatgutbanken und gemeinsame Strategieplanung zum Umgang mit Dürren, Wirbelstürmen, Überflutungen, Erdrutschen, etc. mit den örtlichen Behörden ermöglichen ein konzertiertes Vorgehen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.

Projektpartner:

METSA Foundation

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2017
Fördersumme 15.000,- Euro (DACH Kooperation insgesamt: 66.948,- Euro)

Bilder Copyright: METSA Foundation/WGT Deutsches Komitee e.V.