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Multiplikatorinnentagung 2018 im Bildungshaus Sodalitas in Tainach

Vom 9. bis 11. November 2018 fand wieder die alljährliche Multiplikatorinnentagung des Weltgebetstags der Frauen in Österreich statt. Bei wundervoll sonnigem Wetter kamen rund 60 Frauen aus ganz Österreich, Südtirol (Italien), Rumänien und Slowenien zusammen, um gemeinsam im Bildungshaus Sodalitas in Tainach den Weltgebetstag 2019 vorzubereiten, der ganz unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit“ steht.

 

Elisabeth Papauschek und Brigitte Zinnburg brachten den Frauen das aktuelle Schwerpunktland Slowenien mit vielen Infos und Fotos näher. Vera Lamut brachte nicht nur interessante Erzählungen, sondern auch typisch slowenische Gegenstände mit, die für ein festliches Beisammensein in Slowenien unerlässlich sind. Vera deckte ein kleines Tischchen mit einem handbestickten Deckchen, darauf stellte sie den berühmten Potica (Festtagsgebäck), Wein, Honig, Brot und Salz. Auch bunt blühende Nelken, Rosmarin und ein mit Nelken verziertes rotes  Herz (licitar) sind symbolträchtige Gegenstände, die nicht fehlen dürfen. Mit viel Einfühlungsvermögen gestaltete die nahezu blinde Künstlerin Rezka Arnuš das diesjährige Titelbild. Frauen in ihren nationalen Trachten, der buntgedeckter Tisch mit Weintrauben und Potica (ein Festtagsgebäck) und die in warmen Farben dargestellten ausgegrenzten Menschen unterstreichen die Worte Jesu, die Armen und Blinden zum Festmahl einzuladen.

 

Am Samstag betrachtete die Theologin Uni.Prof. Dr.in Ulrike Bechmann das Gleichnis vom Festmahl aus dem Lukas Evangelium im Rahmen der Bibelarbeit näher. „Das Gleichnis illustriert die neue christliche Mahlgemeinschaft. Wendepunkt ist die Umkehr des Gastgebers hin zu einer neuen Wertewelt, in der Anderes eine Rolle spielt. Sie eint nicht das Milieu, sondern das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus, dem Messias. Im gemeinsamen Mahl ist das Reich Gottes gegenwärtig, eine neue Gemeinschaft aus Armen und Reichen entsteht.“ (WGT-Arbeitsheft; Bechmann) Die Frauen aus Slowenien haben das Gleichnis gewählt, um auf die noch immer währende große Kluft der Ungleichheit zwischen Armut und Reichtum hinzuweisen, in der kein Platz für das gemeinsame Feiern eines Festes ist. In einer Welt, in der nur das Anhäufen von Besitztümern und Reichtum zählt, aber auf Emotionen und ein Mit-Einander kein Wert gelegt wird – besonders hier ist eine Zuwendung zum Glauben an Gott von essentieller Bedeutung. Zugleich gibt das Gleichnis besonders den Ausgegrenzten der Gesellschaft Halt und Hoffnung, auch „satt“ werden zu können im Leben.

WGT-Projektreferentin Verena Bauer erzählte von den weltweit 14 geförderten Projekten, die Randgruppen unserer Gesellschaft unterstützen. Besonders Frauen und junge Mädchen, alte und in Armut lebende Frauen und Minderheiten werden besonders unterstützt. Polona Kovac von der „Societey Kljuc“ (dt.: Schlüssel) engagiert sich v.a. in der Prävention von Menschenhandel sowie in der Unterstützung Betroffener.

Auch der Samstagabend fand ganz im Zeichen des Schwerpunktlandes Slowenien statt. Der Chor Skupina Akzent trug den begeisterten Teilnehmerinnen mehrere Volkslieder und auch Kirchenlieder in slowenisch und englisch vor.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Feedbackrunde schloss die diesjährige Tagung am Sonntagmittag.

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde am 13. November 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Christinnen im Dialog für eine offene Gesellschaft

Der Weltgebetstag war am 32. Internationalen AltkatholikInnen-Kongress vom 20. bis 23. September mit der Vorsitzenden Brigitte Zinnburg und Elisabeth Papauschek dabei.

Alle 4 Jahre lädt die Utrechter Union altkatholischer Kirchen zu einem Kongress ein. Der diesjährige Kongress fand in Wien im Zeichen von `Christ*innen im Dialog für eine offene Gesellschaft´statt. 350 TeilnehmerInnen aus 20 Ländern und 4 Kontinenten kamen zusammen, um das Zusammenleben in Freiheit, Gleichwertigkeit und Akzeptanz zu diskutieren und den gemeinsamen Glauben zu feiern.

Beim ökumenischen Morgengebet im Stephansdom, das ganz im Gedenken an verfolgte Christinnen und Christen aus den verschiedensten christlichen Kirchen weltweit stand, trug der Weltgebetstag eine Fürbitte bei, gelesen von unserer Vorsitzenden, Frau Brigitte Zinnburg.

Das Treffen warf auch die Frage auf, welchen Teil Religionsgemeinschaften beitragen können, um positive Veränderungen in der Gesellschaft hervorzurufen und die Vision einer lebenswerteren Welt zu realisieren. Eine gesellschaftliche Veränderung ist im offenen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Glaubensgemeinschaften sowie Atheistinnen und Atheisten in gegenseitiger Wertschätzung und Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen möglich.

Wege zueinander über das Verbindende zwischen den verschiedensten Religionen, Kulturen und Traditionen suchen und verstärken, sich für Frieden, Hoffnung, Verständigung sowie Gerechtigkeit und ein Mit-Einander einsetzen, sind seit Beginn grundlegende Werte des Weltgebetstags.

 

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Oktober 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Ökumenischer Frauentag in Salzburg

Nach mehr als einem Jahrzehnt fand im Juni 2018 in der Diözese Salzburg-Tirol wieder ein ökumenischer Frauentag statt. Eine Kooperationsveranstaltung der Altkatholischen Kirchengemeinde Salzburg, der Evangelisch-methodistischen Kirche, der Evangelischen Frauenarbeit Salzburg – Tirol, der Katholischen Frauenbewegung Salzburg und dem Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen in Österreich.

Der Tag stand ganz im Zeichen der Begegnung mit den Glaubensschwestern und der Besinnung auf die gemeinsamen Wurzeln. Frau Prof. Dr. Susanne Plietzsch von der Universität Salzburg, mit Spezialgebiet „Jüdische Religionsgeschichte“, ging mit den Frauen der Frage nach: „Was glaubte Jesus“.
Frau Prof. Dr. Jeanine Weiss, Lehrbeauftragte an den Universitäten München und Genf, Mitglied der Jüdischen Kultusgemeinde München und Presbyterin der Evangelischen Auferstehungskirche in Innsbruck erzählte von ihren Erfahrungen im jüdischen Alltagsleben.

Ausdruck interreligiöser Spiritualität war dann auch die traditionelle abschließende Frauenliturgie, geleitet von Pfarrerin Barbara Wiedermann, mit jüdischen Liedern und einer Tanzeinlage unter der Regie von Workshopleiterin Diana Reitenbach.

Neben dem jährlichen Ökumenischen Weltgebetstag der Frauen, am ersten Märzfreitag, war dies für die ca. 100 Teilnehmerinnen ein weiterer Ökumenischer Höhepunkt des Jahres.

Fazit dieses gelungenen Frauentages: Ökumene hat eine starke gemeinsame Wurzel. Zum Wachsen braucht es aber auch gemeinsame Veranstaltungen und Frauen, die den Boden dafür bereiten.

Ein herzlicher Dank an alle Vorbereitenden, Referentinnen und Besucherinnen die diesen Begegnungstag ermöglicht haben.

Dieser Beitrag wurde am 25. Juni 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Alle Jahre wieder: Jährliches DACH-Treffen in Stein

Weltgebetstagsfrauen aus Österreich und der Schweiz trafen sich zum jährlichen Austausch bei den Weltgebetstagsfrauen Deutschland in Stein bei Nürnberg. Eine Ausweitung der Zusammenarbeit ist durchaus möglich und wünschenswert.

Am 11. und 12. Juni fuhren Projektreferentin Verena Bauer und Finanzreferentin Elisabeth Papauschek vom Weltgebetstag Österreich zum jährlichen DACH-Treffen ins malerische Stein bei Nürnberg. Dort trafen sie neben den Mitarbeiterinnen des Weltgebetstags Deutschland auch die langjährige Projektreferentin, Iris Utz aus der Schweiz und eine ihrer Nachfolgerinnen, um über die gemeinsame Projektförderung 2020 in Simbabwe zu sprechen. Ein besonderes Highlight war der Reisebericht von Barbara Hauer-Nussbaumer, zuständig für die Projektarbeit in Afrika für den WGT-D und Lisa Schürmann von der Öffentlichkeitsarbeit.

Die DACH-Kooperation besteht seit 4 Jahren und wird als sehr positiv und fruchtbar empfunden. Mittlerweile wurde die Zusammenarbeit in der Projektarbeit auch auf andere Bereiche, wie z. B. die gemeinsame Liturgie-Gruppe ausgeweitet. Beim diesjährigen Treffen wurde über mögliche weitere Optionen der Zusammenarbeit gesprochen.

vorne von links : Annemarie Akerman (neue Projektreferentin WGT-CH), Iris Utz (Projektreferentin WGT-CH), Carola Mühleisen (Projektreferentin WGT-D), Irene Tokarski (Geschäftsführerin WGT-D), Cornelia Marschall (Leitung Projektreferat WGT-D); hinten von lins: Lisa Schürmann (ÖA WGT-D), Barbara Hauer-Nussbaumer (Projektreferentin WGT-D), Verena Bauer (Projektreferentin (WGT-A), Elisabeth Papauschek (Finanzreferentin WGT-A)

Dieser Beitrag wurde am 18. Juni 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Klein sein ist schön – Slowenien ist beides

Die ökumenische Weltgebetstagsreise durch Slowenien bot spannende Einblicke in das Weltgebetstagsland 2019

Vom 21. bis 27. Mai reisten Weltgebetstagsfauen aus ganz Österreich durch das Weltgebetstagsland 2019, unserem Nachbarland Slowenien, um Land und Leute kennenzulernen. Neben interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten haben sie auch Projektpartnerinnen besucht und Frauen vom slowenischen Weltgebetstags-Komitee getroffen. Das vielseitige Programm ermöglichte es ihnen in dieser kurzen Zeit möglichst viel vom Land zu sehen und zu erfahren. Da das Land zum Glück nicht all zu groß ist, war es den Frauen möglich, es vom Osten, in den Bergen, bis ganz in den Westen, zur Adriaküste zu bereisen und die Vielfalt und Schönheit des Landes kennenzulernen.

 

 

Dieser Beitrag wurde am 28. Mai 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Weltgebetstags-Feier in der Türkei

Mit der Kollekte wird ein Surinam-Projekt aus Österreich unterstützt.

Auch in der Türkei wird jährlich der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. In diesem Jahr fanden drei Gottesdienste statt. In Istanbul wurden Gottesdienste auf Deutsch und auf Türkisch abgehalten und in Antalya auf Deutsch. Insgesamt nahmen rund 240 Personen teil.

Die Türkei ist ein multikulturelles Land, was Herausforderungen birgt, wie unterschiedliche Sprache, Kulturen usw., aber diese Herausforderungen machen den Weltgebetstags-Frauen Freude. In diesem Land, an der Grenze Europas, kommen West- und Ost-Kirche zusammen.

Die WGT-Gottesdienste finden jedes Jahr in anderen Kirchen statt, dadurch lernen die Frauen unterschiedliche Arten des Feierns kennen. In diesem Jahr kam man auch in einem Altersheim zusammen. Gemeinsam mit den EinwohnerInnen ging man in eine nahegelegen Kapelle. Im Anschluss wurde im Heim gefeiert, damit auch jene teilnehmen konnten, welche nicht mehr so rüstig sind.

Vor den Gebeten wurden die TeilnehmerInnen über das diesjährige WGT-Land Surinam informiert und es wurden gemeinsam Lieder von dort gesungen.

Die beim Weltgebetstag gesammelte Kollekte fließt in das Surinam-Projekt „Einkommensquelle Frauentaxi“, das der Weltgebetstag Österreich gemeinsam mit Deutschland und der Schweiz unterstützt. Das Weltgebetstags-Komitee Österreich freut und bedankt sich, dass die Weltgebetstags-Frauen in der Türkei mit ihrer Kollekte immer wieder österreichische WGT-Projekte unterstützen.

Dieser Beitrag wurde am 22. Mai 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Abschied von Helene Nausner

Unser langjähriges Vorstandsmitglied Frau Helene Nausner ist im Alter von 88 Jahren verstorben.

Helene war Mitglied der Evangelisch – Methodistischen Kirche und dem Weltgebetstag zeitlebens eng verbunden.

In ihrer Funktion als Präsidentin des Frauendienstes baute sie in Oberösterreich den Weltgebetstag mit auf.

So lange sie konnte besuchte sie die Tagungen und nahm regen Anteil an den Vorbereitungen in den Regionen.

Der Weltgebetstag in Österreich dankt ihr sehr herzlich für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Weltgebetstagsbewegung – zuletzt in unserem Partnerland Mazedonien.

Ein Gedächtnisgottesdienst findet am 22. Juni 2018 um 18:00 Uhr in der Evangelisch-methodistischen Kirche in 4030 Linz, Wiener Straße 260, statt.

 

Dieser Beitrag wurde am 8. Mai 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Vorstand für die kommenden 3 Jahre wiedergewählt

Bei der letzten Vorstandssitzung im April wurden die Funktionsträgerinnen für die nächsten 3 Jahre alle einstimmig wiedergewählt.

Vorsitzende Brigitte Zinnburg

Stellvertretende Vorsitzende Eva Lochmann

Stellvertretende Vorsitzende Eva-Maria Schaffer

Finanzreferentin Elisabeth Papauschek

Schriftführerin Brigitte Hany

Informationen zum gesamten Vorstand finden Sie hier: http://weltgebetstag.at/ueber-uns/wgt-in-oesterreich/vorstand/

Dieser Beitrag wurde am 2. Mai 2018 in Aktuelles veröffentlicht.

Abschied von Laura Fairburn

Aus England stammend, verbrachtest Du einige Jahre als Religionslehrerin der Anglikanischen Kirche in St. Pölten, ehe du nach Wien übersiedelt bist. Eine für uns viel zu kurze Zeit verbrachtest Du mit uns im Vorstand des WGT.

Du bist nun Deinen Weg, der zuletzt von Leid geprägt war, zu Ende gegangen, warst schon lange nicht mehr unter uns und doch da! Die Spuren, die Du hinterlassen hast, werden noch lange für uns sichtbar sein. Der endgültige Abschied kommt dennoch wie immer überraschend – Du wirst uns fehlen mit Deiner ruhigen, besonnenen Art. Du warst eine von uns, voll Begeisterung für die Idee des Weltgebetstages.

Liebe Laura, die Lücke , die Du hinterlässt, wird sich nicht so rasch schließen lassen…

Dieser Beitrag wurde am 12. April 2018 in Aktuelles veröffentlicht.