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Österreich, Wien – Zurale Seja – Starke Mädchen!

Zurale Seja – Starke Mädchen! Ist ein Projekt zur Stärkung von Roma-Mädchen in Wien. Für 12- bis 18-jährige Mädchen werden gendersensible Aktivitäten angeboten. Romano Centro betreut in den bestehenden Angeboten viele Mädchen, die innerhalb der Familie stark benachteiligt und dadurch in ihren Lebenschancen beeinträchtigt sind.

Im Rahmen des Projektes sind einerseits mehrtägige Aktivitäten außerhalb Wiens (“Mädchenwoche”)vorgesehen, andererseits soll in Wien ein regelmäßiges Angebot entstehen: Diskussionsrunden, Besuche von wichtigen Einrichtungen, Freizeit- und Kulturaktivitäten oder Austausch mit Vorbildern soll es den Mädchen ermöglichen, sich regelmäßig mit wichtigen Themen auseinander zu setzen. Dazu gehören: Geschichte der Roma; Roma- Frauen in der Gesellschaft; Feminismus, Frauenrechte; Gewalt in der Familie; Beruf und Bildung; Lebensplanung; Sexualität/ Liebe; Gesundheit; Freundschaft; Sicherheit im Internet; Rassismus.

Durch das Projekt wird ein sicherer Raum geschaffen, der es den Mädchen ermöglicht, sich mit Roma-Frauen und anderen Vorbildern und Expertinnen zu diesen Themen auszutauschen und dadurch für sich eigene Perspektiven zu entwickeln.

Projektpartner:

Romano Centro – Verein für Roma

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 19.460,-  Euro

Bilder Copyright: Romano Centro – Verein für Roma

 

Dieser Beitrag wurde am 8. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Indien, Ahmedabad – Erreichen der Unerreichbaren

Die Dominican Missionary Sisters of the Rosary arbeiten seit 1954 in der Millionenstadt Ahmedabad im indischen Bundesstaat Gujarat vorwiegend mit armen Frauen und Kindern. Das Hauptziel der von den Schwestern geführten Einrichtung St. Mary’s Nursing Home ist es, durch berufliche Schulungen sowie anderen Kursen, Frauen, die bis jetzt am wenigsten gefördert und unterstützt wurden, zu erreichen und sie zu stärken, indem sie ihre Fähigkeiten verbessern und ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.

Die Dominikanischen Missionsschwestern fördern vor allem Frauen, da sie der Meinung sind, dass diese in vielen Bereichen – wie Familie, Gesellschaft und Nation -Schlüsselpersonen darstellen.

Der Schwesternorden bietet mit Unterstützung des Weltgebetstages der Frauen in Österreich und in Zusammenarbeit mit örtlichen NGOs, Workshops und Trainingsprogramme für Frauen an. Ziel ist es, Frauen zu befähigen, ihre Stellung in der Familie und Gesellschaft zu verbessern. Es werden Workshops in Rechtsberatung und Persönlichkeitsentwicklung angeboten, die Bildung von kleinen Selbsthilfegruppen gefördert, sowie die eigenen Kompetenzen gestärkt, wie zum Beispiel durch Fortbildungen in den Bereichen Schneiderei, Modedesign und Krankenpflege. Weiters werden Sparpläne ausgearbeitet und kleine Darlehen vergeben, um Frauen beim Aufbau kleiner Unternehmen zu unterstützen. Die Einrichtung eines Beratungszentrums ist ebenfalls in Planung.

 

Projektpartner:

Dominican Missionary Sisters of the Rosary

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 30.000 Euro

Bilder Copyright: Dominican Missionary Sisters of the Rosary

Dieser Beitrag wurde am 5. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Guatemala – Jugendzentrum MilFlores

Aufgrund seiner geographischen Lage wird Guatemala immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Immer wieder führen längere Trockenzeiten zu Ernteausfällen. Fast ein Drittel der Landbevölkerung ist extrem arm, da sie weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Vor allem die indigene Bevölkerung ist überdurchschnittlich stark von Armut betroffen.
Die Situation von Frauen hat sich in den letzten Jahren kaum verbessert. Wenige kennen ihre Rechte und aufgrund der vorherrschenden machistischen Kultur werden die Rechte von Mädchen und Frauen regelmäßig verletzt. Die begrenzten Mittel werden in die Ausbildung der Jungen investiert und so erhalten Mädchen oft gar keine Bildung. Das Bildungsangebot am Land ist begrenzt, gute Schulen gibt es kaum, und wenn ja, dann sind es Privatschulen.

Progetto Continenti und sein lokaler Partner FUNDEBASE führen das Jugendzentrum MilFlores seit 2011. Es wurde eröffnet, um Kindern sowie jungen Mädchen und Jungen aus den ärmsten Familien, die in der umliegenden Region Petén leben, einen sicheren Ort zu bieten und eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Training zu verbessern und dies mit einem gender- und kulturbasierten Ansatz. Der Fokus liegt vor allem auf indigene Kinder und Jugendliche, da diese in Guatemala immer noch benachteiligt werden und im Speziellen die Förderung von Mädchen. Um eine integrale Veränderung im Geschlechterbild zu erreichen und Geschlechtergerechtigkeit in ihren Familien und der Gemeinschaft zu fördern, wird auch mit Jungen gearbeitet. Am Ende des Projekts sollen die Kinder und Jugendlichen ihre Rechte kennen und wissen, wie sie sie einfordern können.
Das Projekt beinhaltet Trainings im Bereich ökologischer Landwirtschaft, Bäckerei und die Führung und Gründung von Kleinstunternehmen. Ziel ist, dass die Jugendlichen eine gute Ausbildung erhalten, mit der sie eine Anstellung finden, von der sie leben können, oder sich selbstständig machen und ein Kleinstunternehmen gründen.

Projektpartner:

Progetto Continenti Onlus, Fundación para el Desarrollo y Fortalecimiento de las Organizaciones de Base – FUNDEBASE

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 29.903,08 Euro

Bilder Copyright: Progetto Continenti

Dieser Beitrag wurde am 3. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Palästina – Bildung und Friedenserziehung von Frauen und Jugendlichen

Frauen und Mädchen sind besonders von Gewalt und dem israelisch-palästinensischen Konflikt betroffen. Sie leben öfters in Armut und haben weniger Möglichkeiten an der palästinensischen Gesellschaft aktiv mitzuwirken als Männer.

Ziel des Projekts ist deswegen das Empowerment von Frauen und Mädchen innerhalb dieser Gesellschaft, die von Männern dominiert wird. In Workshops, Seminaren und Kursen lernen Frauen, Mädchen und Jungen die Fähigkeit zum Dialog und zur Bewältigung von Konflikten auf familiärer und gesamt-gesellschaftlicher Ebene. Frauenstärkung, gewaltfreie Kommunikation, Konfliktmanagement, zivilgesellschaftliches Verhalten, soziale und politische Partizipation vor dem Hintergrund des Israel/Palästinakonfliktes sind Inhalte der Fortbildungen von Sumaya Farhat-Naser. Durchgeführt werden die Veranstaltungen in Kooperation mit Schulen, in Räumen der im Rahmen des Projekts gegründeten Frauenkooperativen in Deir Ibsee und in Ein Arik sowie in für das Projekt angemieteten Räumen.

Das Projekt wird von der palästinensischen Christin, Dr.in Sumaya Farhat-Naser geleitet, einer langjährigen Partnerin vom Weltgebetstag der Frauen Österreich. Die international anerkannte Friedensaktivistin ist Mitbegründerin und Mlied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco. Sie hält regelmäßig Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und wurde für ihre Bücher mehrfach ausgezeichnet.

Projektpartner:

Berliner Missionswerk, Dr.in Sumaya Farhat-Naser

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 38.000,- Euro

Bilder Copyright: Dr.in Sumaya Farhat-Naser

 

 

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Slowenien – Unterstützung von Frauen, die sich Frauen- und Menschenhandel entziehen wollen

Slowenien ist bedingt durch seine geographische Lage ein Transitland für Menschenhandel, aber auch Zielland. Viele Frauen werden mit der Aussicht auf eine Arbeit als Bardame oder Tänzerin ins Land gelockt. Sind sie im Land angekommen, werden ihnen die Ausweispapiere weggenommen, dann werden sie in Nachtklubs, Diskotheken oder Bordellen zur Prostitution gezwungen. Unter dem Vorwand entstandene „Vermittlungs- oder Reisekosten“ abarbeiten zu müssen, werden sie mit Hungerlöhnen abgespeist. In Slowenien sind Nachtklubs und Bordelle meistens an abgelegenen Orten außerhalb der größeren Städte zu finden, dementsprechend isoliert leben die Frauen und haben, auch aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse, kaum Möglichkeiten, einen Ausweg aus ihrer Situation zu finden. Den Kontakt zur Polizei scheuen die meisten, da sie unmittelbare Ausweisung fürchten.

Der Verein Ključ (dt.: „Schlüssel“) wurde 2001 von Aktivistinnen gegründet, die dem Fehlen jeglicher Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel konkrete Hilfe entgegenstellen wollten. Bis heute gibt es in Slowenien keine weitere Organisation dieser Art. Ključ engagiert sich v.a. in der Prävention von Menschenhandel sowie in umfassender Unterstützung der Betroffenen. Konkret geht es dabei um telefonische Beratung, psycho-soziale Unterstützung (v.a. bei Flucht aus gefährlichen Situationen), um Notfallunterbringung, Begleitung zu Polizei und Gericht sowie Klärung des Aufenthaltsstatus, Kontakt zur Familie und Suche nach Vermissten. Die Betreuung beinhaltet auch medizinische Behandlung kombiniert mit berufsbildenden Kursen (z.B. im Friseur-/Kosmetiksektor, Schneiderei, Gaststättengewerbe, etc.) und Unterstützung bei Arbeitssuche und Beantragung einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung.

Ključ ist gut mit anderen Anti-Trafficking-Organisationen europaweit vernetzt und arbeitet eng mit den lokalen Polizei-, Sozial- u. Gesundheitsbehörden, Staatsanwälten, Sozialarbeitern, etc. zusammen.

 

Projektpartner:

Society KLJUČ

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019

Fördersumme 2.400,- Euro (DACH Kooperation insgesamt: 13.000,- Euro)

 

Bilder Copyright: Society KLJUČ

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Slowenien – Zukunftsperspektiven entwickeln

Hinsichtlich der Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen und Kinder bildet Slowenien innerhalb Europas keine Ausnahme: Laut einer EU-Studie aus dem Jahr 2014 erfahren 22 Prozent der über 15-jährigen Mädchen und Frauen physische und/oder sexuelle Gewalt. Bemerkenswert ist jedoch, dass Slowenien nach massiven Anstrengungen zur Verbesserung des Opferschutzes inzwischen einer von nur vier EU-Mitgliedsstaaten ist, der die angestrebte Quote von Frauenhaus-Plätzen pro Kopf übertrifft.

Das Institut Pelikan (slowenisch: Zavod Pelikan-Karitas) wurde 1998 vom slowenischen Caritasverband gegründet. Ziel der Organisation ist die Unterstützung von Menschen in Not. Im „Mütterhaus“ in Ljubljana stehen dabei Frauen in schwierigen Lebenslagen im Vordergrund, die nach Gewalterfahrung oder Trennung mit ihren Kindern einen sicheren Ort benötigen. Das „Mütterhaus“ bietet ihnen neben Unterkunft auch die Möglichkeit, psychisch wieder Kraft zu sammeln und neue Lebensperspektiven für sich zu durchdenken. Offen ist das Haus auch für schwangere Frauen, die vom Partner bzw. der Familie keinerlei Unterstützung erhalten. Aufenthalte von bis zu 12 Monaten sind möglich. Das Institut Pelikan bietet auch Unterstützung für Suchtkranke an.

Die Projektaktivitäten richten sich an die Frauen, die im „Mütterhaus“ Zuflucht gefunden haben, über das Jahr hinweg ca. 20-25 verschiedene Frauen. Durch bedarfsgerechte Angebote wie Kunst- und Beschäftigungstherapie, Selbsthilfegruppen, Kurse zu Hauswirtschaft, Musik und Stressbewältigung, Ausflüge, spirituelle Workshops, Wallfahrten, soll ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden und ihnen geholfen werden neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Projektpartner:

Zavod Pelikan – Karitas

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019

Fördersumme: 1.000,- Euro (DACH Kooperation insgesamt: 6.000,- Euro)

Bilder Copyright: Weltgebetstag Österreich

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Slowenien – Junge Menschen und Sexualität, Beziehung und Verantwortung

Kinderweltgebetstag 2019

Das Projekt bietet einen neuen und systematischen Ansatz im Bereich Bildung von Mädchen und Jungen aus verletzlichen Randgruppen in Slowenien. Das Ziel ist diese Kinder und Jugendlichen zu stärken und ihnen zu ermöglichen selbst die schwierige Erfahrung von sexueller und physischer Misshandlung in der Familie zu verarbeiten. Es soll Sexualerziehung mit Bezug auf Beziehung und Verantwortung vermittelt werden und sie lernen Institutionen kennen, welche Kinder, Frauen und Eltern in Not helfen. Weiters lernen sie, sexuellen, physischen, psychischen und ökonomischen Missbrauch in einer Beziehung zu erkennen und zu verhindern.

Zusätzlich werden im Rahmen des Projektes MitarbeiterInnen der Einrichtung geschult, wobei vor allem die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden. Auch die Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen sollen bei der Arbeit miteinbezogen werden.

Die Ergebnisse des Projekts dienen als Basis zur Ergänzung der Bildungsinhalte. Das entstandene Wissen soll anderen externen Institutionen zur Verfügung gestellt werden.

In Slowenien ist die Betreuungseinrichtung Planina die einzige Einrichtung, welche ein umfassendes pädagogisch-medizinisches Modell verwendet, um mit Kindern und Jugendlichen aus Risikogruppen zu arbeiten. Sie stammen aus einem sozial ungeeigneten Umfeld, wo sie Opfer von sexueller und physischer Gewalt wurden.

Hintergrund des Projekts ist die Herausforderung innerhalb der Einrichtung, dass viele Kinder, vor allem Mädchen, verschiedene Formen von Gewalt erlebt haben. Dies kann zu risikoreichen sexuellem Verhalten führen, verantwortungslosen Verhalten, Objektivierung des weiblichen Körpers und oft zu einer gewaltvollen Beziehung als Opfer oder als Täter. Die MitarbeiterInnen wissen oft nicht, wie sie damit umgehen und welche Methode oder welchen Ansatz sie verwenden können und sollen. Auch wurde bisher zu wenig auf die Prävention von Missbrauch geachtet (z.B. Bedrohung im Internet, Pornographie, Chatrooms, usw.).

 

Projektpartner:

Betreuungseinrichtung Planina

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019

Fördersumme: 1.500,- (Kooperation mit WGT CH, insgesamt: 7.000,- Euro)

Bilder Copyright: Verena Bauer/Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen in Österreich

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2018 in 2019 veröffentlicht.

Slowenien – Psychosoziale und psychologische Unterstützung für Frauen und Kinder mit Gewalterfahrung

Seit der Gründung des SOS Notruf für Frauen und Kinder (SOS Help-line) Ende der 1980er Jahre, hat sich die Situation für Überlebende von Gewalt zwar grundsätzlich gebessert, allerdings gibt es noch viel zu tun. Die Fallstatistiken weisen darauf hin, dass es dringenden Verbesserungsbedarf bei der Gesetzgebung und der Effektivität von Schutzmaßnahmen, beim Umgang mit Überlebenden von Gewalt in den staatlichen Einrichtungen und bei der gesellschaftlichen Toleranz gegenüber innerfamiliärer Gewalt bzw. der Stigmatisierung der Betroffenen gibt. Besonders bei sexuellem Missbrauch und Gewalt gegen Kinder gibt es eine enorme Dunkelziffer bzw. bei Anzeige zu wenig Unterstützung für die Betroffenen und den nicht-missbrauchenden Elternteil.

Das Projekt von SOS-Help-line bietet allen Frauen und Kindern, die Gewalt erfahren haben, individuelle Unterstützung mit dem Ziel zu informieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen, sowie Schutz vor weiterer Gewalt. Sie stärken die individuellen Fähigkeiten zur Folgenbewältigung, versuchen Schuldgefühle zu verringern und Sekundär- und Tertiärviktimisierung zu vermeiden. Darüber hinaus wird mit anderen Einrichtungen zur Gewaltprävention und der gesellschaftlichen Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Kinder zusammengearbeitet.

Ein großer Teil der Betreuungs- und Unterstützungsarbeit wird nach wie vor von einem Freiwilligennetzwerk geleistet, dem über 60 Frauen angehören. Neben der telefonische Beratung und Informationsvermittlung, wird psychosoziale und psychologische Einzelfallarbeit angeboten, Gruppenarbeit, sowie Begleitung zu Behörden und Rechtsbeistand.

Projektpartner:

SOS Help-line

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2020

Fördersumme: 10.000,- Euro (DACH-Kooperation insgesamt: 30.000,- Euro)

 

Bilder Copyright: SOS Help-line

Sierra Leone / Subsahara – Desert Flower Gives You Power

Mit rund 40 Prozent hat die Region der Sub-Sahara die höchste Analphabetenrate weltweit. Der Grund hierfür liegt vor allem an der schlechten Versorgung mit Schulmaterialien. Afrikanische Staaten investieren lediglich 1% des Budgets in Bildung. So steht in vielen afrikanischen Ländern nur ein Buch für rund 20 SchülerInnen zur Verfügung. Viele Kinder, die 4 Jahre die Schule besucht haben, können danach immer noch nicht lesen und schreiben.

“Desert Flower Gives You Power” ist das neue Bildungsprojekt der Desert Flower Foundation. Im Zuge des Projekts produziert die Gründerin der Foundation, Waris Dirie, ein erstes eigenes Lesebuch für Kinder in Afrika.

Die Desert Flower Foundation bekämpft seit ihrer Gründung im Jahr 2002 das grausame Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung. In den letzten 14 Jahren wurden zahlreiche Projekte in diesem Bereich durchgeführt. Der niedrige Bildungsstatus steht in direkter Verbindung mit der hohen Zahl der jährlichen Opfer. Frauen, welche die Schule besuchen konnten, sprechen sich mehr gegen Genitalverstümmelung aus, als jene die keine Ausbildung erhalten haben. Bildung ist somit ein essentieller Faktor in der Bekämpfung dieses „grausamen“ Rituals.

Die Kinder erhalten ihr erstes eigenes Lesebuch mit einem Schreibset und einer Schultasche. Neben Leseübungen in Form einer Geschichte enthält das Buch Schreibübungen, welche mit Hilfe eines PädagogInnenteams mit Afrikaerfahrung entwickelt wurden. Dadurch erhält  jedes Kind die Möglichkeit gezielt Schreiben und Lesen zu lernen.
Des Weiteren soll durch den Inhalt des Buches – die Reise der kleinen Wüstenblume Waris und ihrem kleinen Bruder durch Afrika – das Selbstbewusstsein der Kinder und der Glaube an ihren Kontinent gestärkt werden.

Das Projekt startet zunächst in Sierra Leone und wird im weiteren Verlauf in anderen afrikanischen Ländern mit hoher Analphabetenrate durchgeführt werden.

Projektpartner:

Desert Flower Foundation

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2017 – 2019
Fördersumme: 30.000,- Euro

Bilder Copyright: Desert Flower Foundation

Ecuador – Familien-Gewächshäuser für die Gemüseproduktion

Die Gemeinde Pepino Loma der Pfarre San Cristóbal (Salesianergemeinschaft), im Kanton Paute in Ecuador, liegt auf über 2000 Meter. Es leben dort um die 890 Personen, die zu den indigenen des Landes zählen. Die Gemeinde wird mit Strom versorgt und hat eine Krankenstation (puesto de salud), hat aber ein nicht sehr effizientes Trinkwassersystem. Der Anbau von Gemüse ist in dieser Höhe sehr schwierig und die Ernährung deshalb sehr einseitig. Die Leute bauen fast nur Mais an. Rund 90 Prozent des Anbaus wird für die eigene Ernährung verwendet.

Die einseitige Ernährung und das geringe Familieneinkommen haben dazu geführt, dass sich die Frauen aus dem Dorf zu einer Gruppe zusammengeschlossen und eine Nicht-Regierungsorganisation gegründet haben. Sie möchten die Situation ändern und haben nun ein Projekt ausgearbeitet, das ihnen ermöglichen soll, vor allem viele verschiedene Gemüsesorten anzubauen. Diese sollen einerseits die Ernährung, vor allem der Kinder, vielseitiger machen und andererseits durch den Verkauf des Gemüses auf dem lokalen Markt den Familien bessere Lebensbedingungen verschaffen.

Mit der Projektförderung durch den Weltgebetstag der Frauen Österreich sollen Gewächshäuser gebaut werden, sodass der Beginn des Projektes gewährleistet ist. Die Frauen werden über Anbau und Nährwert der Gemüsesorten unterrichtet. Angebaut bzw. gesät werden dann folgende Gemüsearten: Tomaten, verschiedene Salatarten, Peperoni (Paprika), Auberginen, Bohnen, Brokkoli, verschiedene Kohl- und Rübenarten. Die Ernte wird unter den Frauen verteilt; sie gebrauchen es ihn der Küche und was übrig beliebt verkaufen sie auf dem lokalen Markt.

Projektpartner:

Laiengruppe der Pfarre San Cristóbal (Salesianergemeinschaft)

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2018 – 2020

Fördersumme: 30.000,- Euro