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Simbabwe, Harare – Programm zur Förderung der Führungskompetenz junger Frauen

Die simbabwische Gesellschaft ist von einer Kultur der Gewalt geprägt und junge Leute, die in Simbabwe 50% der Bevölkerung ausmachen, werden oft von politischen Kontrahenten für ihre Zwecke instrumentalisiert. Es ist daher eine der großen aktuellen Herausforderungen am Ende der Ära Mugabe, die die Kultur der Gewalt maßgeblich geprägt hat, den Wechsel hin zu einer Kultur der friedlichen Auseinandersetzung einzuleiten. Leider haben die Wahlen im Juli 2018 gezeigt, dass es noch viel Einsatzes bedarf, um dieses Ziel zu erreichen. Insbesondere Frauen und Mädchen waren bislang von soziopolitischer Teilhabe ausgeschlossen. Es gilt daher, Geschlechtergerechtigkeit zu einem zentralen Element des gesellschaftlichen Wandels zu machen.

Der Youth Empowerment and Transformation Trust (YETT) hat sich 2004 als Netzwerk simbabwischer Jugendorganisationen gegründet. Ziel ist, die Mitgliedsorganisationen (kleine Basis- und Freiwilligenorganisationen) in organisationsrelevanten Aspekten zu stärken und Jugendbelange in die nationale Politik zu integrieren. Weitere Schwerpunkte sind Friedensförderung, politische Partizipation v.a. von Mädchen und die Stärkung der Zivilgesellschaft. Das Netzwerk umfasst rund 30 Organisationen.

Ziel des Projekts ist es, dass sich 30 junge Frauen aus unterschiedlichen Landesteilen in ihren jeweiligen Lebensumwelten für soziale und politische Partizipation von Frauen einsetzen. Sie agieren selbstbewusst und verfügen über ein breites Spektrum an Führungsqualitäten, die sie dazu befähigen, auf Gemeindeebene sowie gegenüber nationalen Entscheidungsträgern für Geschlechtergerechtigkeit und die Interessen von Frauen und Mädchen einzutreten.

Projektpartner:

Youth Empowerment & Transformation Trust (YETT)

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2020
Fördersumme: 5.000,- Euro (DACH-Kooperation insgesamt: 33.300,- Euro)

Bilder Copyright: Karin Schmauder/ WGT-Deutschland

Simbabwe, Harare – Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Frauenstärkung in den Kirchengemeinden und -strukturen

 

Die simbabwische Gesellschaft folgt traditionell einer patriarchalen Ordnung, die Frauen und Mädchen soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe weitgehend verwehrt und Gewalt gegen Frauen als natürliches Recht der Männer tituliert. Die anhaltende wirtschaftliche Krise und die damit einhergehende Armut verstärken die Benachteiligungen weiter. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das Gender Department des Zimbabwe Council of Churches dafür, die Rechte und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche und Gesellschaft zu stärken.

Das Zimbabwe Council of Churches (ZCC) ist der Dachverband der Evangelischen Kirchen in Simbabwe. Vor zwei Jahren übernahm Kenneth Mtata die Leitung und leitete eine Wandlung von regimeunterstützend zu regimekritisch ein. Das ZCC sieht sich einer „starken christlichen ökumenischen Gemeinschaft“ und einer „vereinten, friedvollen, gerechten und wohlhabenden (simbabwischen) Nation“ verpflichtet. Maßgebend für die Umsetzung dieser Zielsetzung ist das Department für Gender Justice & Women Empowerment, das u.a. von BfdW und Diakonia Sweden gefördert wird. Das Department engagiert sich auf Basis der ökumenischen Frauengemeinschaft für die Gestaltung der Kirchen zu geschlechtergerechten sozialen Räumen.

In den 26 Mitgliedskirchen der ökumenischen Frauengemeinschaft setzen sich die Glaubensführer aktiv für Geschlechtergerechtigkeit ein. Die Führungskapazitäten von Frauen in den Kirchen sind ausgebaut, wodurch die Frauen sich und ihren Themen Gehör verschaffen und aktiv und in verantwortungsvollen Positionen am Gemeindeleben teilnehmen.

In den Gemeinden betreiben die Frauen Einkommen schaffende Initiativen, wie z.B. Herstellung und Verkauf von Kunsthandwerk, wodurch sie ihre wirtschaftliche Situation verbessern.

Projektpartner:

Zimbabwe Council of Churches

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2020
Fördersumme: Euro 10.000,- (DACH-Kooperation insgesamt: 38.400,- Euro)

Bilder Copyright: Aline Jung und Karin Schmauder/ WGT-Deutschland

Simbabwe, Bulawayo – Frauen und Mädchen stehen auf, und für ihre Rechte ein

Wie in vielen anderen Ländern, besteht auch in Simbabwe eine große Diskrepanz zwischen Frauenrechten auf dem Papier und ihrer Umsetzung. Die Regierung hat etliche Abkommen zur Geschlechtergerechtigkeit unterzeichnet, doch an der gelebten Realität hat dies kaum etwas geändert. Grund hierfür ist der fehlende politische Wille, Frauenanliegen Wichtigkeit zu verleihen. Dies spiegelt die heute noch zutiefst patriarchale Gesellschaftsordnung wider.

Das Creative Centre for Communication and Development (CCCD) wurde 2008 in Bulawayo von Gertrude Pswarayi, einer Journalistin, Medienwissenschaftlerin und Tochter einer ehemaligen Kinderbraut gegründet. Ziel von CCCD ist es, Frauen und Mädchen Werkzeuge in die Hand zu legen, die es ihnen ermöglichen, für sich zu sprechen, ihre Rechte einzufordern und dadurch nicht nur das patriarchale System sondern auch den Kreislauf von Armut aufzubrechen. Das Werkzeug, das CCCD den Frauen in die Hand gibt, ist Medienkompetenz. Die Zielgruppe von CCCD sind Kinderbräute und Mädchen, die von Kinderheirat bedroht sind, sowie Frauen und Mädchen mit HIV/AIDS.

Als kompetente Nutzerinnen von Kommunikations- und Informationstechnologien verschaffen sich rund 100 Mädchen und Frauen Gehör. Sie betätigen sich als „Bürgerinnen-Journalistinnen“ (Citizen Journalists), in ihrer Arbeit konzentrieren sie sich auf mädchen- und frauenrelevante Themen. Die in digitale Geschichten verpackten Erfahrungsberichte der Mädchen und Frauen setzen anhand öffentlicher Vorführungen einen Dialog zu Themen wie sexuelle Gewalt oder Kinderheirat in Gang. Gemeinsam mit öffentlichen Kampagnen zu Frauenrechten wird dadurch die Bevölkerung sensibilisiert und mobilisiert, für mehr Geschlechtergerechtigkeit einzutreten.

Projektpartner:

Creative Centre for Communication and Development (CCCD)

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2020
Fördersumme: 5.000,- Euro (DACH-Kooperation insgesamt: 30.000,- Euro)

Bilder Copyright: Karin Schmauder und Kerstin Hemker/WGT Deutschland

Simbabwe – Möglichkeiten schaffen durch integrative Bildung

Kinderweltgebetstag 2020

Menschen mit Behinderungen in Simbabwe sind in der Gemeinschaft zumeist sozial ausgegrenzt. Dies bedeutet wiederum eine Steigerung der Armut für sie und ihre Familien. Die Ursachen dieser sozialen Ausgrenzung sind meist kulturelle Missverständnisse und verschiedenste Barrieren, die den Zugang zu Dienstleistungen wie Gesundheitswesen oder Ausbildung zusätzlich erschweren. Während die Einschulungsrate für Grundschulen in Simbabwe mit beinahe 100% sehr hoch ist, geht UNICEF davon aus, dass nicht einmal 10% der Kinder mit Behinderung im schulpflichtigen Alter zu Schulbeginn eingeschult werden. Viele der SchülerInnen mit Behinderung brechen auch frühzeitg ab, ohne Bildung und Abschluss. Hauptgründe hierfür sind die mangelnde Barrierefreiheit, nicht behindertengerechte Lehrmethoden und Lernmaterialien, vor allem aber Diskriminierung und Mobbing an Schulen.

Die Organisation Jairos Jiri Association (JJA) nimmt eine VorreiterInnenrolle im Bereich inklusive Bildung in Simbabwe ein. Sie wurde bereits 1950 gegründet mit dem Ziel Menschen mit Behinderung stärker in die Gesellschaft zu integrieren.

Analysen haben ergeben, dass vor allem ein großer Bedarf im Bereich Trainings von Lehrenden besteht. Genau da setzt das vom WGT-Österreich geförderte Projekt an. Mit der finanziellen Unterstützung sollen speziell Trainings zu inklusiver Bildung angeboten werden.

Projektpartner:

Jairos Jiri Association (JJA) über Brot für die Welt

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2020
Fördersumme:  6.151,- Euro

Bilder Copyright: Brot für die Welt

Mazedonien, Ohrid – Schule für Roma-Kinder: In die Zukunft investieren

Dieses Schulprojekt startete 2016 mit 20 Roma-Kindern aus Ohrid im Alter von 6 bis 12 Jahren. Es wurde von einer Lehrerin initiiert, die den großen Wunsch hegte, das Leben dieser Kinder zu verbessern. Sowohl von den Kindern als auch von den Eltern wird dieses Projekt sehr geschätzt.
Heute arbeitet dieses Projekt mit 22 Kindern und 2 Lehrkräften. Es ist das einzige Projekt dieser Art in Ohrid, das langfristig mit Roma-Kinder arbeitet.

Die Roma-Kinder die an diesem Projekt teilnehmen, gehören zu sozial gefährdeten Familien, von denen manche bis zu 10 Kinder haben. Sie können sich aus verschiedenen Gründen nur schwer in das vorhandene Bildungssystem integrieren, z.B. aufgrund von Sprachproblemen, Ausgrenzung durch die anderen MitschülerInnen, geringe Förderung durch die Eltern, der Druck zum Familieneinkommen beizutragen, usw.

Ziel des Projekts ist die Vermittlung von Wissen. Die Kinder sollen es schaffen, die Regelschule regelmäßig zu besuchen und erfolgreich abzuschließen. Der Unterricht beinhaltet verschiedene Fächer wie Mathematik, Informatik (Word, Excel, Internet und Multimedia), Englisch für Anfänger, Kommunikationsfähigkeit, praktisches Wissen über die Gesundheit des Menschen und persönliche Körperhygiene und Hygiene zu Hause, Bildende Künste (Kunst und Musik, Basteln), aber auch Verkehrssicherheit und Verkehrsregeln.

Das Projekt sieht auch eine Zwischenmahlzeit für die Kinder vor. Die Kinder werden auf ihren Wunsch und mit schriftlicher Einwilligung ihrer Eltern aufgenommen. Es gibt Verhaltensregeln, die alle einhalten müssen, sowohl die Lehrerinnen, als auch die Kinder.

Projektpartner:

“Diakonija Makedonija” Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mazedonien

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2020 – 2022
Fördersumme: 26,700 Euro

Bilder Copyright: Christina Cekov

Mazedonien, Ohrid – Beratungsstelle für Roma-Mädchen: Begleitung auf dem Weg zur Frau

 

Viele Roma-Mädchen in Mazedonien haben nur eine kurze Kindheit, denn sie werden bereits mit 14 Jahren verheiratet und früh Mutter. Meist bedeutet die Ehe das Aus für ihre Ausbildung. Die Mädchen bleiben zu Hause, um sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Die zahlreichen Geburten wirken sich negative auf ihre Gesundheit aus. Es entsteht ein Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit, auch für die Kinder.

Im Rahmen des Projektes werden in einem Beratungszentrum für Roma-Mädchen in Ohrid öffentliche Veranstaltungen und Einzelgespräche zu den Themen Sexualität, Hygiene, Pädagogik und Frauenrechte angeboten. Es werden Roma-Frauen eingeladen, die eine Ausbildung gemacht haben und als positives Vorbild dienen können. Das Zentrum existiert bereits seit einigen Jahren und wird von der Roma-Gemeinschaft gut akzeptiert. Die Mädchen erhalten auch Unterstützung bei der Wahl einer weiterführenden Schule und höherer Bildung sowie bei der Arbeitssuche. Ziel ist es die Anzahl der Kinderehen zu reduzieren und den Anteil von Roma-Mädchen mit Schulabschluss oder sogar Studium zu erhöhen. Es sollen gesundheitliche Schäden (physische und mentale) bei Roma-Frauen verringert und die Lebenserwartung erhöht werden.

Zielgruppe sind nicht nur die gefährdeten Mädchen, sondern auch junge Frauen die bereits verheiratet sind und nur schwer mit den damit verbundenen Verpflichtungen und der Verantwortung zurechtkommen. Beraten werden auch alleinerziehende Mütter, die Hilfe im Bereich Kinderpflege und Kindererziehung benötigen, sowie Aufklärung über ihre Rechte als alleinerziehende Mütter.

Projektpartner:

“Diakonija Makedonija” Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mazedonien

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021
Fördersumme: 14.490 Euro

Bilder Copyright: Christina Cekov

Österreich, Wien – Zurale Seja – Starke Mädchen!

Zurale Seja – Starke Mädchen! Ist ein Projekt zur Stärkung von Roma-Mädchen in Wien. Für 12- bis 18-jährige Mädchen werden gendersensible Aktivitäten angeboten. Romano Centro betreut in den bestehenden Angeboten viele Mädchen, die innerhalb der Familie stark benachteiligt und dadurch in ihren Lebenschancen beeinträchtigt sind.

Im Rahmen des Projektes sind einerseits mehrtägige Aktivitäten außerhalb Wiens (“Mädchenwoche”)vorgesehen, andererseits soll in Wien ein regelmäßiges Angebot entstehen: Diskussionsrunden, Besuche von wichtigen Einrichtungen, Freizeit- und Kulturaktivitäten oder Austausch mit Vorbildern soll es den Mädchen ermöglichen, sich regelmäßig mit wichtigen Themen auseinander zu setzen. Dazu gehören: Geschichte der Roma; Roma- Frauen in der Gesellschaft; Feminismus, Frauenrechte; Gewalt in der Familie; Beruf und Bildung; Lebensplanung; Sexualität/ Liebe; Gesundheit; Freundschaft; Sicherheit im Internet; Rassismus.

Durch das Projekt wird ein sicherer Raum geschaffen, der es den Mädchen ermöglicht, sich mit Roma-Frauen und anderen Vorbildern und Expertinnen zu diesen Themen auszutauschen und dadurch für sich eigene Perspektiven zu entwickeln.

Projektpartner:

Romano Centro – Verein für Roma

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 19.460,-  Euro

Bilder Copyright: Romano Centro – Verein für Roma

 

Dieser Beitrag wurde am 8. Juli 2018 in 2019, 2020, 2021 veröffentlicht.

Indien, Ahmedabad – Erreichen der Unerreichbaren

Die Dominican Missionary Sisters of the Rosary arbeiten seit 1954 in der Millionenstadt Ahmedabad im indischen Bundesstaat Gujarat vorwiegend mit armen Frauen und Kindern. Das Hauptziel der von den Schwestern geführten Einrichtung St. Mary’s Nursing Home ist es, durch berufliche Schulungen sowie anderen Kursen, Frauen, die bis jetzt am wenigsten gefördert und unterstützt wurden, zu erreichen und sie zu stärken, indem sie ihre Fähigkeiten verbessern und ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen.

Die Dominikanischen Missionsschwestern fördern vor allem Frauen, da sie der Meinung sind, dass diese in vielen Bereichen – wie Familie, Gesellschaft und Nation -Schlüsselpersonen darstellen.

Der Schwesternorden bietet mit Unterstützung des Weltgebetstages der Frauen in Österreich und in Zusammenarbeit mit örtlichen NGOs, Workshops und Trainingsprogramme für Frauen an. Ziel ist es, Frauen zu befähigen, ihre Stellung in der Familie und Gesellschaft zu verbessern. Es werden Workshops in Rechtsberatung und Persönlichkeitsentwicklung angeboten, die Bildung von kleinen Selbsthilfegruppen gefördert, sowie die eigenen Kompetenzen gestärkt, wie zum Beispiel durch Fortbildungen in den Bereichen Schneiderei, Modedesign und Krankenpflege. Weiters werden Sparpläne ausgearbeitet und kleine Darlehen vergeben, um Frauen beim Aufbau kleiner Unternehmen zu unterstützen. Die Einrichtung eines Beratungszentrums ist ebenfalls in Planung.

 

Projektpartner:

Dominican Missionary Sisters of the Rosary

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 30.000 Euro

Bilder Copyright: Dominican Missionary Sisters of the Rosary

Dieser Beitrag wurde am 5. Juli 2018 in 2019, 2020, 2021 veröffentlicht.

Guatemala – Jugendzentrum MilFlores

Aufgrund seiner geographischen Lage wird Guatemala immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Immer wieder führen längere Trockenzeiten zu Ernteausfällen. Fast ein Drittel der Landbevölkerung ist extrem arm, da sie weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Vor allem die indigene Bevölkerung ist überdurchschnittlich stark von Armut betroffen.
Die Situation von Frauen hat sich in den letzten Jahren kaum verbessert. Wenige kennen ihre Rechte und aufgrund der vorherrschenden machistischen Kultur werden die Rechte von Mädchen und Frauen regelmäßig verletzt. Die begrenzten Mittel werden in die Ausbildung der Jungen investiert und so erhalten Mädchen oft gar keine Bildung. Das Bildungsangebot am Land ist begrenzt, gute Schulen gibt es kaum, und wenn ja, dann sind es Privatschulen.

Progetto Continenti und sein lokaler Partner FUNDEBASE führen das Jugendzentrum MilFlores seit 2011. Es wurde eröffnet, um Kindern sowie jungen Mädchen und Jungen aus den ärmsten Familien, die in der umliegenden Region Petén leben, einen sicheren Ort zu bieten und eine gute Ausbildung zu ermöglichen.
Dieses Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Training zu verbessern und dies mit einem gender- und kulturbasierten Ansatz. Der Fokus liegt vor allem auf indigene Kinder und Jugendliche, da diese in Guatemala immer noch benachteiligt werden und im Speziellen die Förderung von Mädchen. Um eine integrale Veränderung im Geschlechterbild zu erreichen und Geschlechtergerechtigkeit in ihren Familien und der Gemeinschaft zu fördern, wird auch mit Jungen gearbeitet. Am Ende des Projekts sollen die Kinder und Jugendlichen ihre Rechte kennen und wissen, wie sie sie einfordern können.
Das Projekt beinhaltet Trainings im Bereich ökologischer Landwirtschaft, Bäckerei und die Führung und Gründung von Kleinstunternehmen. Ziel ist, dass die Jugendlichen eine gute Ausbildung erhalten, mit der sie eine Anstellung finden, von der sie leben können, oder sich selbstständig machen und ein Kleinstunternehmen gründen.

Projektpartner:

Progetto Continenti Onlus, Fundación para el Desarrollo y Fortalecimiento de las Organizaciones de Base – FUNDEBASE

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 29.903,08 Euro

Bilder Copyright: Progetto Continenti

Dieser Beitrag wurde am 3. Juli 2018 in 2019, 2020, 2021 veröffentlicht.

Palästina – Bildung und Friedenserziehung von Frauen und Jugendlichen

Frauen und Mädchen sind besonders von Gewalt und dem israelisch-palästinensischen Konflikt betroffen. Sie leben öfters in Armut und haben weniger Möglichkeiten an der palästinensischen Gesellschaft aktiv mitzuwirken als Männer.

Ziel des Projekts ist deswegen das Empowerment von Frauen und Mädchen innerhalb dieser Gesellschaft, die von Männern dominiert wird. In Workshops, Seminaren und Kursen lernen Frauen, Mädchen und Jungen die Fähigkeit zum Dialog und zur Bewältigung von Konflikten auf familiärer und gesamt-gesellschaftlicher Ebene. Frauenstärkung, gewaltfreie Kommunikation, Konfliktmanagement, zivilgesellschaftliches Verhalten, soziale und politische Partizipation vor dem Hintergrund des Israel/Palästinakonfliktes sind Inhalte der Fortbildungen von Sumaya Farhat-Naser. Durchgeführt werden die Veranstaltungen in Kooperation mit Schulen, in Räumen der im Rahmen des Projekts gegründeten Frauenkooperativen in Deir Ibsee und in Ein Arik sowie in für das Projekt angemieteten Räumen.

Das Projekt wird von der palästinensischen Christin, Dr.in Sumaya Farhat-Naser geleitet, einer langjährigen Partnerin vom Weltgebetstag der Frauen Österreich. Die international anerkannte Friedensaktivistin ist Mitbegründerin und Mlied zahlreicher Organisationen, u.a. von Women Waging Peace an der Harvard-Universität und von Global Fund for Women in San Francisco. Sie hält regelmäßig Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und wurde für ihre Bücher mehrfach ausgezeichnet.

Projektpartner:

Berliner Missionswerk, Dr.in Sumaya Farhat-Naser

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021

Fördersumme: 38.000,- Euro

Bilder Copyright: Dr.in Sumaya Farhat-Naser