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Österreich, Steiermark – Talente und Fertigkeiten fördern

Das Projekt der Frauenorganisation verein-freiraum wird in der Steiermark, im Bezirk Leibnitz durchgeführt. Im Verein steht frauen-spezifisches, emanzipatorisches Arbeiten für und mit Mädchen und Frauen an erster Stelle. Ziel ist die bestmögliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Chancengleichheit für alle. Es werden vielfältige und kulturentransversale Möglichkeiten und Perspektiven für eine selbstbestimmte Umsetzung individueller Lebenspläne geboten.
Bereits seit 2007 ist der verein-freiraum Träger der Frauenberatungsstelle Leibnitz. Seit 2013 ist er auch anerkannte Frauenservicestelle des Bundes. Er bietet vertraulich, niederschwellig, anonym und kostenlos frauenspezifischen Services, individuelle Beratung und Gruppenveranstaltungen an.

Beim Projekt „Talente und Fertigkeiten fördern“ geht es darum, Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund und Asylwerberinnen beim Einstieg ins Berufsleben in Österreich behilflich zu sein. Hierfür werden ihre Berufserfahrungen und –wünsche erfasst. In Einzelgesprächen und Gruppenarbeiten finden das Erfassen von Ausbildungsabschlüssen sowie das Erkunden von Talenten und Fertigkeiten statt. Darauf basierend wird den Bewerberinnen beim Erstellen eines Lebenslaufes geholfen. Falls die Verbesserung der Deutschkenntnisse oder ein Schulabschluss notwendig ist, wird dies in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen organisiert. Es werden Betriebe und Ausbildungsstätten in zumutbarer und möglicher Entfernung vermittelt und geeignete Personen gefunden, die die Projektteilnehmerinnen ausbilden, begleiten und fördern. Möchte sich jemand selbstständig machen, wird auch das unterstützt. So werden einfache Unterweisungen in grundsätzlichen Managementaufgaben eines selbstständigen Unternehmens in Österreich angeboten und bei Bedarf Unterstützung von kleinen selbstständigen Unternehmungen durch Geräte und andere Produktionsmittel gegeben.

Projektpartner:

verein-freiraum

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2017
Fördersumme: 8.000,- Euro

Bilder Copyright: verein-freiraum

Dieser Beitrag wurde am 31. August 2017 in 2017, Österreich veröffentlicht.

Österreich – Gemeinsam in einem Boot

Acht jugendliche Flüchtlingsmädchen verbringen mit acht Wiener Schülerinnen Zeit in der Natur – in einem Outdoor-Camp mit Zelten und Kochstelle am Waldrand. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Tage „draußen“ macht sie zu Gefährtinnen.

Das Projekt bietet jugendlichen Flüchtlingen eine Zeit der authentisch gefühlten Gleichwertigkeit und die Möglichkeit mit Altersgenossinnen aus Österreich in Kontakt zu treten. Gleichzeitig ermöglicht es den Jugendlichen der Mehrheitsgesellschaft in einem neutralen, freundlichen Umfeld Kontakt zu Menschen am „Rande unserer Gesellschaft“ zu haben – gleichwertig und auf Augenhöhe. Die Jugendlichen erfahren durch dieses Mit-Einbeziehen, dass sie Verantwortung für sich und die Gruppe tragen können und gemeinsam Gestaltungsmöglichkeiten haben. Durch das Angebot eines „Nur Mädchen Camps“ gibt es (endlich) Raum für Mädchen, die aus kulturellen Gründen an einer gemischten Gruppe nicht teilnehmen können/dürfen/wollen.

Diese „Girls Only Woche“ wurde im Juni 2015 zum ersten Mal durchgeführt und war ein voller Erfolg. Dabei entstand ein Video, das von den Mädchen selbst produziert wurde und einen guten Einblick in das Camp-Leben liefert.

Projektpartner:

Verein „ROOTS“

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2015 – 2016
Fördersumme: 10.000,- Euro

Bilder Copyright: Ursula Sova

Österreich, Biedermannsdorf (NÖ) – Haus für UMF in Biedermannsdorf

In Österreich waren im August 2015 rund 1.300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Betreuungsstellen der verschiedenen Trägerorganisationen untergebracht. Rund 2.500 Jugendliche befanden sich in ungeeigneten Massenquartieren, in denen keine altersentsprechende Betreuung stattfand. In Traiskirchen schliefen rund 1.000 UMF auf dem Boden bzw. im Freien.

Am 12. August 2015 hat sich der Gemeinderat von Biedermannsdorf mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, das Areal »Bodenschutz« in der Wiener Straße der Diakonie zur Verfügung zu stellen, um unbegleiteten Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren ein Dach über dem Kopf zu geben. Das geplante neue Haus wird in bewährter Weise Wohn- und Lebensraum für 36 UMF bereitstellen. Unter der fachmännischen Leitung der Diakonie werden diese Jugendlichen Tag und Nacht sozialpädagogisch betreut. Die Diakonie ist auch zuständig für die Verpflegung, schulische bzw. berufliche Ausbildung sowie Freizeitgestaltung.

Projektpartner:

Diakonie Österreich

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2016
Fördersumme: 5.000,- Euro

Bilder Copyright: Diakonie Österreich
Dieser Beitrag wurde am 28. August 2017 in 2016, Österreich veröffentlicht.

Österreich, Hirtenberg (NÖ) – Freizeitgestaltung für UMF

Die im Haus Laura Gatner untergebrachten minderjährigen Flüchtlinge sind ohne Eltern (oder andere nahe Verwandte) nach Österreich geflüchtet. Sie stammen überwiegend aus Afghanistan, Somalia und Syrien. Im Rahmen der Grundversorgung werden diese Jugendlichen in diesem Haus durch den Diakonie Flüchtlingsdienst versorgt und betreut.

Für die Freizeitgestaltung der dort lebenden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge steht regulär nur ein Betrag von € 10/Person/Monat zur Verfügung. Das ist sehr wenig und deswegen unterstützt der WGT das Projekt zusammen mit dem Weltgebetstag der Kinder im Rahmen des gemeinsamen Kinderprojekts.

Dadurch sollen Aktivitäten verschiedenster Art – die Auswahl erfolgt entsprechend der aktuellen Interessen der Jugendlichen – finanziert werden.

Die altersgerechte Freizeitgestaltung ist ein hochrelevanter Teil sozialpädagogischer Betreuung, insbesondere auch unter dem Aspekt der sozialen und kulturellen Integration.

Projektpartner:

Diakonie Flüchtlingsdienst

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2016
Fördersumme: 1.000,- Euro

Bilder Copyright: Regina Hügli 2012
Dieser Beitrag wurde am 28. August 2017 in 2016, Österreich veröffentlicht.

Österreich, Baden – Freizeitbeschäftigung für unbegleitete, minderjährige Flüchtlingsmädchen

Bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ergibt sich ein ganz spezieller Betreuungsbedarf. Im Heimatland wurden sie oft körperlich und/oder psychisch misshandelt, waren Kriegsgescheh-nissen ausgeliefert, haben die Eltern verloren oder zurücklassen müssen. Sie flüchteten in ihren jungen Jahren in ein fremdes, unbekanntes Land, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.

Die WoGe 18 ist eine betreute Wohngruppe für 9 unbegleitete minderjährige Flüchtlingsmädchen in Hollabrunn, die in Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt Niederösterreich 2008 als Reaktion auf den dringenden Bedarf der Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Müttern geschaffen wurde.

Die Mitarbeiterinnen der Partnerorganisation WoGe18 unterstützen die Mädchen in der Aufarbeitung ihrer Situation, begleiten sie auf ihrem weiteren Weg; ermuntern sie einerseits, den Fokus ihrer Erlebnisse auf Neues zu lenken. Als gemeinnütziger Verein stehen ihnen jedoch nur sehr beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung, die zum Großteil in Aus- und Weiterbildung der Mädchen fließen.

Ein sehr wichtiger, oft aber vergessener Teil, ist die Eingliederung in das soziale Leben in Österreich. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Sportkurse und diverse Freizeitangebote hier einen großen Beitrag leisten können. Durch die Finanzierung von Freizeitangeboten durch den WGT Österreich lernen die Mädchen, dass sinnvolle Beschäftigung in der Freizeit ein guter Ausgleich ist und Möglichkeiten zum Stressabbau bietet. Durch die Kurse kommen sie in Kontakt mit anderen Frauen und Mädchen aus Hollabrunn, lernen neue Leute kennen und verlieren dadurch nach und nach ihre Hemmungen. Da sie mit der Volljährigkeit aus der Einrichtung entlassen werden, helfen ihnen die Kontakte den zukünftigen Alltag besser zu meistern und ihre Integration zu fördern.

Projektpartner:

Verein mensch.leben / WoGe 18

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2016
Fördersumme: 3.000,- Euro

Bilder Copyright: WoGe 18
Dieser Beitrag wurde am 28. August 2017 in 2016, Österreich veröffentlicht.

Österreich, Innsbruck – Schutzwohnung und Beratungsstelle für Opfer von Frauenhandel, Zwangsprostitution, Ausbeutung und Gewalt

Österreich gilt als Transit- und Zielland, in dem Frauen und Mädchen sexuell ausgebeutet werden. 90 bis 95 Prozent der Prostituierten in Österreich sind Ausländerinnen. Extreme Armut in den Heimatländern, Gewalterfahrungen in den Familien, mangelnde Schul- und Berufsbildung, hohe Arbeitslosigkeit, etc. sind Faktoren, welche junge Frauen ins „reiche“ Ausland treiben und leichte Beute für Zuhälter und Menschenhändler werden lassen. Dabei sind die Grenzen zwischen Prostitution, Zwangsprostitution und Menschenhandel oft fließend.
„SOLWODI – Solidarität mit Frauen in Not“ wurde 1985 von Schwester Dr. Lea Ackermann in Kenia gegründet und hat Schutzwohnungen in Kenia, Deutschland und Rumänien. In Österreich gründeten sechs Ordensschwestern 2012 SOLWODI Österreich.

In Österreich gibt es eine Zentrierung der Beratungsstellen und Hilfsangebote für Prostituierte und Opfer von Menschenhandel in Wien, in den westlichen Bundesländern wurde dagegen eine Unterversorgung festgestellt. Deshalb hat SOLWODI Österreich im März 2017 in Innsbruck Räumlichkeiten für eine Schutzwohnung und eine Beratungsstelle angemietet. Schwester Andrea Bezáková CJ, Sozialarbeiterin und Psychotherapeutin, übernahm die Leitung des Projektes.

SOLWODI Österreich unterstützt in Innsbruck Frauen (vor allem Migrantinnen), die von Frauenhandel und Zwangsprostitution, sexueller Gewalt und Ausbeutung betroffen sind und sich aus ihrer Zwangslage befreien wollen. Frauen (auch mit Kindern), die akut bedroht oder Opfer von Gewalt und Ausbeutung sind, können Aufnahme in einer anonymen Schutzwohnung finden. Dort können sie zur Ruhe kommen und erhalten Hilfe bei der Bewältigung und Normalisierung des Lebensalltags und bei der Entwicklung von neuen realistischen Lebensperspektiven. Für Erstkontakte, Beratung und Nachbetreuung der ehemaligen Bewohnerinnen wurde eine kleine Beratungsstelle eingerichtet.

Projektpartner:

SOLWODI Österreich – Solidarität mit Frauen in Not

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2018 – 2020
Fördersumme: 30.000,- Euro

Bilder Copyright: SOLWODI Österreich (Foto oben); Reinhold Sigl (Foto mitte)

Dieser Beitrag wurde am 24. August 2017 in 2018, Österreich veröffentlicht.

Österreich, Linz – Gut begleitet von Anfang an. Soforthilfefond für Mütter und Babys

Kinderweltgebetstag 2018

Die Geburt eines Kindes ist für frischgebackenen Eltern nicht nur ein berührendes Erlebnis, sondern kann in manchen Fällen zur Belastung werden. Das kann sich wiederum negativ auf die Psyche der Allerkleinsten auswirken. Um mögliche psychische Erkrankungen der Kinder frühzeitig abzufedern, zu vermindern und die Mutter-Kind-Bindung zu stärken, bietet das Diakonie Zentrum Spattstraße für Hochrisikofamilien Unterstützungsleistungen im Rahmen von Frühe-Hilfen-Netzwerken an. Diese Frühe-Hilfen-Netzwerke koordinieren die zahlreichen, bereits bestehenden Angebote für Familien und begleiten und unterstützen die Familie gegebenenfalls selbst.

Mütter bzw. Elternpaare werden dabei unterstützt, die Bedürfnisse und Signale ihrer Kinder von den ersten Lebensmonaten bis zum 3. Lebensjahr zu erkennen und zu verstehen. Das Programm baut auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bindungstheorien auf. Durch Einzelbetreuung, begleitete Gruppenerfahrung und Austausch der Betroffenen soll die Begegnung zwischen Kind und Eltern so gestaltet werden, dass sich das Kind trotz aller Hindernisse körperlich, seelisch und mental gesund entwickelt und die Eltern die Erkenntnis einer gelungenen Elternschaft gewinnen.

Bei der Arbeit in Gruppen und Einzelkontakten treffen die MitarbeiterInnen sehr häufig auf Familien, denen die nötigsten Mittel zur Ernährung und Pflege der Säuglinge fehlen. Hier bedarf es einer Soforthilfe um die Grundversorgung der Säuglinge sicherzustellen und konkret hierfür soll die Fördersumme verwendet werden. In weiterer Folge wird in Kooperation mit den Frühen Hilfen oder der Frühförderung ein Plan zur Unterstützung der Familie bei Behördengänge usw. erstellt, um die prekäre Situation langfristig abzufedern.

Projektpartner:

Diakonie Zentrum Spattstraße

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2018
Fördersumme: 1.000,- Euro

Bilder Copyright: Diakonie Österreich

Dieser Beitrag wurde am 24. August 2017 in 2018, Österreich veröffentlicht.

Bahamas/Nassau – Technische Hilfsmittel für Kinder bereitstellen

Der Kinder-KLub wurde vor sechs Jahren als NGO am Missionszentrum gegründet, um auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen um das Gebiet der Quackoo Street besser eingehen zu können.
Betreut werden ca 80 Kinder im Alter von 3 bis 16 Jahren, die aus der Umgebung kommen. Die Arbeitslosigkeit ist dort extrem hoch, die Kinder kommen aus kindereichen bzw/und Alleiner-zieherhaushalten mit sehr niedrigem Ein-kommen, konnten weder lesen noch schreiben und zeigten schwierige soziale Verhaltensweisen.
Der Kinder-Klub ist ein Begegnungsort, sie werden mit dem nötigen Essen versorgt, in allen Unterrichtsfächern bei den Hausaufgaben unterstützt, gefördert in handwerklichen Fähigkeiten und lernen soziale Kompetenzen.
Um den Umgang mit neuen Medien zu lernen, wird dringend EDV-Ausstattung genötigt.
Der Weltgebetstag Schweiz unterstützt das Projekt hauptsächlich, WGT Österreich beteiligt sich mit einem Betrag von 1.000,- Euro.

Projektpartner:

Children’s-Club des Missionszentrum der methodistischen Kirche

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2015
Fördersumme: 1.000,- Euro