Archive

Philippinen – Fischerfamilien nutzen ihre Lebensgrundlagen nachhaltig

Die Bucht von Bantayan im Norden der philippinischen Insel Samar ist ein wichtiges Meeres- und Flussmündungsgebiet. Trotzdem sind die Lebensgrundlagen der Kleinfischer und ihrer Familien in den dortigen Küstendörfern bedroht, da die Fischbestände in den letzten Jahren drastisch abgenommen haben. Schuld daran sind Überfischung durch die großen Fangboote, destruktive Fischfangmethoden durch die lokale Bevölkerung selbst, Abholzung der Mangroven und andere zerstörerische Eingriffe, die das Küstenökosystem aus dem Gleichgewicht bringen.

Das Center for Empowerment and Resource Development (CERD) setzt sich zusammen mit den Fischerfamilien für ihre Rechte und den nachhaltigen Umgang mit ihren natürlichen Ressourcen ein. Es informiert in den Küstendörfern Frauen und Männer über ihre Rechte und unterstützt die Fischerfamilien beim Aufbau von Selbsthilfegruppen, die sich solidarisch in gemeinsamen Projekten engagieren und miteinander in nachhaltige Verbesserungen investieren. Dabei betont CERD die Gleichwertigkeit von Frau und Mann. Ziel ist es, in der Bucht von Bantayan mit den lokalen Behörden und den Gruppen aus den Küstendörfern eine Schutzvereinbarung für die ganze Bucht zu erarbeiten und mehrere Schutzzonen der Kontrolle der Fischer*innengruppen zu unterstellen. Das verbessert ihre Ernährungssicherheit und schafft neue Arbeitsplätze.

Projektpartner:

Center for Empowerment and Resource Development (CERD)

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2021
Fördersumme: 8.000 Euro (Kooperation mit WGT-CH insgesamt: 16.600 Euro)

Bilder Copyright: Bob Timonera

Indonesien, Java – Einkommen steigern durch nachhaltige Anbaumethoden

Der Großteil der Bevölkerung in Mojokerto auf Java lebt von Gemüseanbau und Viehzucht, doch die Erträge sind aufgrund der konservativen Anbaumethoden (Monokulturen), Bodenerosion und klimatischen Veränderungen gering. Die intensive chemische Düngung hat zudem enorme gesundheitsschädigende Folgen, wodurch immer mehr Frauen an Brust-, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs erkranken. Der Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit wird von den Frauen geleistet, die jedoch in wirtschaftlicher Abhängigkeit der Männer leben und von Entscheidungsprozessen weitgehend ausgeschlossen sind.

Die zivilgesellschaftliche Organisation Brenjônk setzt sich für das ökonomische Empowerment von Frauen, die Förderung ökologischen Landbaus und den Erhalt der Umwelt sowie bessere Ernährungsgrundlagen für die dort lebenden Familien ein. Geplant sind Workshops, Trainings und Austauschtreffen in den Bereichen Organisationsentwicklung, Frauenförderung und Fundraising sowie praktische Anleitung in angewandten Methoden des ökologischen Landbaus, Begleitung des Zertifizierungsprozesses der ökologisch erwirtschafteten Produkte und Radiokampagnen zu ökologischem Landbau, Gesundheit und Umwelt.

Projektpartner:

Brenjônk

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2021
Fördersumme: 10.000 Euro (DACH-Kooperation insgesamt: 60.500 Euro)

Bilder Copyright: Brenjônk