Mazedonien, Ohrid – Beratungsstelle für Roma-Mädchen: Begleitung auf dem Weg zur Frau

 

Viele Roma-Mädchen in Mazedonien haben nur eine kurze Kindheit, denn sie werden bereits mit 14 Jahren verheiratet und früh Mutter. Meist bedeutet die Ehe das Aus für ihre Ausbildung. Die Mädchen bleiben zu Hause, um sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Die zahlreichen Geburten wirken sich negative auf ihre Gesundheit aus. Es entsteht ein Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit, auch für die Kinder.

Im Rahmen des Projektes werden in einem Beratungszentrum für Roma-Mädchen in Ohrid öffentliche Veranstaltungen und Einzelgespräche zu den Themen Sexualität, Hygiene, Pädagogik und Frauenrechte angeboten. Es werden Roma-Frauen eingeladen, die eine Ausbildung gemacht haben und als positives Vorbild dienen können. Das Zentrum existiert bereits seit einigen Jahren und wird von der Roma-Gemeinschaft gut akzeptiert. Die Mädchen erhalten auch Unterstützung bei der Wahl einer weiterführenden Schule und höherer Bildung sowie bei der Arbeitssuche. Ziel ist es die Anzahl der Kinderehen zu reduzieren und den Anteil von Roma-Mädchen mit Schulabschluss oder sogar Studium zu erhöhen. Es sollen gesundheitliche Schäden (physische und mentale) bei Roma-Frauen verringert und die Lebenserwartung erhöht werden.

Zielgruppe sind nicht nur die gefährdeten Mädchen, sondern auch junge Frauen die bereits verheiratet sind und nur schwer mit den damit verbundenen Verpflichtungen und der Verantwortung zurechtkommen. Beraten werden auch alleinerziehende Mütter, die Hilfe im Bereich Kinderpflege und Kindererziehung benötigen, sowie Aufklärung über ihre Rechte als alleinerziehende Mütter.

Projektpartner:

“Diakonija Makedonija” Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mazedonien

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2021
Fördersumme: 14.490 Euro

Bilder Copyright: Christina Cekov