Sierra Leone, Freetown – Bereitstellung von Nahrungsmittelsicherheit

Nahrungsmittelunsicherheit wird von mehreren Faktoren aufrecht erhalten, wie z.B. durch geringe landwirtschaftliche Produktivität mangels Investitionen und landwirtschaftliche Unterstützungsleistungen und ungeeignete Technologie. Zum anderen leben die meist kinderreichen Familien in großer Armut und armseligen Behausungen. Sie sind ganz vom Kleingartenanbau abhängig. In diesen ländlichen Gebieten sind die meisten Frauen Analphabeten, ihr Bewusstsein für Gesundheit und gute Ernährung ist sehr gering. Sie sind vollständig von den Männern abhängig, werden in keine Entscheidungen eingebunden. Häusliche Gewalt, Zwangsehen und Vergewaltigungen sind gesellschaftliche Realität.

Das langfriste Ziel des Projektes ist es, die Fähigkeit der Frauen zu stärken, wirtschaftlich leistungsfähig zu sein und gesellschaftlich die Abhängigkeit von ihren Männern zu verringern, ihnen Führungsrollen zuzuteilen und ihnen die Teilnahme am Entscheidungsprozess in den Gemeinden zu ermöglichen. Die Food and Agriculture Organization schätzt, dass Frauen ihren Gewinn um 20 bis 30% steigern könnten, wenn sie Zugang zu den gleichen Ertrag bringenden Ressourcen – besseres Saatgut, Dünger, Schimmelbekämpfung – wie die Männer, hätten.  Es ist daher wichtig, das Frauen immer mehr die Lebensmittelproduktion beeinflussen können.

Die Nahrungsmittelsicherheit soll erreicht werden indem sie:

  • zum Anbau von Getreide und Feldfrüchten auf dem sumpfigen Teil des Landes befähigt werden, die Produktion steigern und somit Unterernährung bei Kindern und schwangeren Frauen verringern
  • durch Geflügelzucht das wirtschaftliche Einkommen steigern
  • Ausbildung erhalten, auch in Führungsqualitäten
  • durch Vernetzung zwischen Bäuerinnen und Märkten die Lebensgrundlage verbessern können.

Projektpartner:

Caritas Freetown

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Förderdauer: 2015 – 2016
Fördersummer: 20.000,-

Bilder Copyright: Caritas Freetown, Pater John

Dieser Beitrag wurde am 28. August 2017 veröffentlicht, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink.