Slowenien – Psychosoziale und psychologische Unterstützung für Frauen und Kinder mit Gewalterfahrung

Seit der Gründung des SOS Notruf für Frauen und Kinder (SOS Help-line) Ende der 1980er Jahre, hat sich die Situation für Überlebende von Gewalt zwar grundsätzlich gebessert, allerdings gibt es noch viel zu tun. Die Fallstatistiken weisen darauf hin, dass es dringenden Verbesserungsbedarf bei der Gesetzgebung und der Effektivität von Schutzmaßnahmen, beim Umgang mit Überlebenden von Gewalt in den staatlichen Einrichtungen und bei der gesellschaftlichen Toleranz gegenüber innerfamiliärer Gewalt bzw. der Stigmatisierung der Betroffenen gibt. Besonders bei sexuellem Missbrauch und Gewalt gegen Kinder gibt es eine enorme Dunkelziffer bzw. bei Anzeige zu wenig Unterstützung für die Betroffenen und den nicht-missbrauchenden Elternteil.

Das Projekt von SOS-Help-line bietet allen Frauen und Kindern, die Gewalt erfahren haben, individuelle Unterstützung mit dem Ziel zu informieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen, sowie Schutz vor weiterer Gewalt. Sie stärken die individuellen Fähigkeiten zur Folgenbewältigung, versuchen Schuldgefühle zu verringern und Sekundär- und Tertiärviktimisierung zu vermeiden. Darüber hinaus wird mit anderen Einrichtungen zur Gewaltprävention und der gesellschaftlichen Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Kinder zusammengearbeitet.

Ein großer Teil der Betreuungs- und Unterstützungsarbeit wird nach wie vor von einem Freiwilligennetzwerk geleistet, dem über 60 Frauen angehören. Neben der telefonische Beratung und Informationsvermittlung, wird psychosoziale und psychologische Einzelfallarbeit angeboten, Gruppenarbeit, sowie Begleitung zu Behörden und Rechtsbeistand.

Projektpartner:

SOS Help-line

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2020

Fördersumme: 10.000,- Euro (DACH-Kooperation insgesamt: 30.000,- Euro)

 

Bilder Copyright: SOS Help-line