Slowenien – Zukunftsperspektiven entwickeln

Hinsichtlich der Häufigkeit von Gewalt gegen Frauen und Kinder bildet Slowenien innerhalb Europas keine Ausnahme: Laut einer EU-Studie aus dem Jahr 2014 erfahren 22 Prozent der über 15-jährigen Mädchen und Frauen physische und/oder sexuelle Gewalt. Bemerkenswert ist jedoch, dass Slowenien nach massiven Anstrengungen zur Verbesserung des Opferschutzes inzwischen einer von nur vier EU-Mitgliedsstaaten ist, der die angestrebte Quote von Frauenhaus-Plätzen pro Kopf übertrifft.

Das Institut Pelikan (slowenisch: Zavod Pelikan-Karitas) wurde 1998 vom slowenischen Caritasverband gegründet. Ziel der Organisation ist die Unterstützung von Menschen in Not. Im „Mütterhaus“ in Ljubljana stehen dabei Frauen in schwierigen Lebenslagen im Vordergrund, die nach Gewalterfahrung oder Trennung mit ihren Kindern einen sicheren Ort benötigen. Das „Mütterhaus“ bietet ihnen neben Unterkunft auch die Möglichkeit, psychisch wieder Kraft zu sammeln und neue Lebensperspektiven für sich zu durchdenken. Offen ist das Haus auch für schwangere Frauen, die vom Partner bzw. der Familie keinerlei Unterstützung erhalten. Aufenthalte von bis zu 12 Monaten sind möglich. Das Institut Pelikan bietet auch Unterstützung für Suchtkranke an.

Die Projektaktivitäten richten sich an die Frauen, die im „Mütterhaus“ Zuflucht gefunden haben, über das Jahr hinweg ca. 20-25 verschiedene Frauen. Durch bedarfsgerechte Angebote wie Kunst- und Beschäftigungstherapie, Selbsthilfegruppen, Kurse zu Hauswirtschaft, Musik und Stressbewältigung, Ausflüge, spirituelle Workshops, Wallfahrten, soll ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden und ihnen geholfen werden neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Projektpartner:

Zavod Pelikan – Karitas

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019

Fördersumme: 1.000,- Euro (DACH Kooperation insgesamt: 6.000,- Euro)

Bilder Copyright: Weltgebetstag Österreich

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2018 veröffentlicht, in 2019. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink.