Spannender Abend zum Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution

Am 19. Oktober sprach Schwester Anna Mayrhofer auf Einladung des Weltgebetstages der Frauen im Otto-Maurer-Zentrum über die Themen Menschenhandel und Zwangsprostitution in Österreich. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern betreut sie in Not geratene Frauen, die aufgrund von extremer Armut, Notsituationen oder falschen Versprechungen auf ein besseres Leben in westlichen Ländern Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind.

Weltweit sind geschätzt 20,9 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel, davon 80% Frauen und Mädchen. Sexuelle Ausbeutung durch Prostitution, Zwangsarbeit, Heiratshandel, Kindersoldaten und Organdiebstahl sind die die häufigsten Formen die vorkommen.

Schwester Anna berichtete, dass in Europa jährlich 500.000 Frauen zur Zwangsprostitution gezwungen werden. Folgen dieser Ausbeutung sind psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörung, Krankheiten der Geschlechtsorgane und soziale Isolierung und Ausgrenzung. SOLWODI bietet den betroffenen Frauen eine Unterbringung in Schutzwohnungen, Stabilisierung und Normalisierung des Lebensalltags, sowie die Entwicklung neuer Lebensperspektiven.

Beeindruckend waren vor allem die praktischen Erfahrungsberichte von Schwester Anna aus der Arbeit mit den betroffenen Frauen und deren Kindern.

Das interessierte Publikum sorgte für eine angeregte Diskussion nach dem Vortrag. Bei der anschließenden Agape diskutierte man bei Brot und Wein weiter über das spannende Thema und sah sich die Ausstellung „Ware Mensch“ im Foyer an.

 

 

Dieser Beitrag wurde am 23. Oktober 2018 veröffentlicht, in Aktuelles. Setze ein Lesezeichen mit dem Permanentlink.