Geschichte

Durch Luise Scholz, eine methodistische Pastorenfrau in Wien (tätig von 1924 bis 1933) lernen die Frauen der Methodistenkirche in Österreich den Weltgebetstag kennen und beginnen, ihn in ihren Gemeinden zu feiern.
Noch während des 2. Weltkrieges gelingt es Luise Scholz von Ostdeutschland aus, kurz gefasste Gebetsordnungen und Rundbriefe zum Weltgebetstag zu verschicken. Auch wenn die Bewegung in diesen Jahren wegen der politischen und kirchlichen Situation die Grenzen der Konfession nicht überschreiten kann, ist sie doch Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Frauen.
Evangelische Frauen kommen zwischen 1949 und 1952 durch den christlichen Friedens-Dienst der Schweiz und den Bayrischen Mütterdienst mit dem Weltgebetstag in Berührung. Altkatholische Frauen im Raum Wien lernen ebenfalls zu dieser Zeit den WGT kennen. Erste ökumenische Schritte werden getan, auch röm.-kath. Frauen beginnen nach und nach mitzufeiern.

1952 beginnen Frauen aus der Evangelischen und Altkatholischen Kirche in Salzburg und Wien mit der gemeinsamen Feier des Ökumenischen Weltgebetstages.
Langsam verbreitet sich diese Idee in ganz Österreich.

1956 wird ein ökumenisches Arbeitskomitee für den WGT gegründet.

1968 beschließt das internationale Weltgebetstags-Komitee, dass der Weltgebetstag rund um den Globus am ersten Freitag im März gefeiert wird.

1971 entschließt sich die Römisch-Katholische Frauenbewegung Österreich offiziell die WGT-Bewegung mitzutragen. Delegierte der KFB-Ö arbeiten nun in nationalen und internationalen Gremien mit.

1975 Gründung des ÖKUMENISCHEN NATIONALKOMITEE ÖSTERREICH. Vertreterinnen der verschiedenen christlichen Kirchen bilden den Vorstand.

1977 findet in Wien die erste Europakonferenz statt. 50 Frauen aus 17 Ländern beschäftigen sich mit Fragen zur Ökumene und der Verantwortung für die Welt.

1978 „Informiert Beten – Betend Handeln“ wird weltweit zum Motto für den WGT der Frauen.

1981 gibt es die erste eigenständige Übertragung der Liturgie aus der, in englischer Sprache verfassten Vorlage für den österreichischen Kulturkreis – es entsteht ein nationales Redaktionsteam. Seit diesem Jahr wird alljährlich im November eine gesamtösterreichische Vorbereitungstagung für die regionalverantwortlichen Frauen (Multiplikatorinnen) abgehalten.

1987 wird an vielen Orten „100 Jahre Weltgebetstag“ gefeiert.

2001 findet die Jubiläumsfeier „25 Jahre Ökumenisches Nationalkomitee“, unter dem Motto „Ökumene in Lebendigkeit“, statt.

2008 erfolgt die Gründung des Vereins „Weltgebetstag der Frauen in Österreich“. Der WGT bekommt dadurch eine eigene Rechtspersönlichkeit .

2012 unter dem Motto „Christus – Hoffnung der Welt, Quelle des Lebens“, feiert der Weltgebetstag sein 60jähriges Jubiläum in Wien in der Donau-City-Kirche. Frauen aus den Regionen und internationale Gäste bereichern das Fest.

2014 organisiert das Österreichische Nationalkomitee zum zweiten Mal eine Europakonferenz. Zum Thema „Voneinander Lernen – miteinander Leben“ beschäftigen sich rund 100 Frauen aus 46 Nationen eine Woche lang im Bildungshaus St. Virgil in  Salzburg.