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Länderinformation

 Land: Suriname (Surinam) ist eines der ärmsten Länder Südamerikas.
 Größe:  Mit der Fläche von ca. 164.000 kmist es das kleinste, unabhängige Land in Lateinamerika.
 Lage: Es grenzt im Norden an den Atlantischen Ozean, im Osten an Französisch Guyana, im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana.
Nach der ca. 80 km breiten sumpfigen Küstenebene steigt das Land stufenförmig an und bildet die Surinam Hochebene im Süden. Die höchste Erhebung ist der Julianatop mit 1280 m.
 Klima: Das Land hat ein feuchtes, tropisches Klima. Durchschnittliche Tagestemperatur ist 27,1° Grad.
 Flora und Fauna: Guyana, Surinam und Franz. Guyana bilden eine eigene ökologische Region im Amazonasgebiet. Noch immer bestehen rund 90% des Staatsgebietes Surinams aus tropischen Regenwald mit hoher Biodiversität; mehr als 1000 Baumarten, 715 Vogelarten und 60 verschiedene Sorten von Helikonien, riesige Meeresschildkröten, viele Froscharten und das bekannte Faultier.
 Umweltprobleme: Erosion an der Küste durch das Sterben der Mangrovenwälder; Vergiftung der Flüsse mit Quecksilber durch rund 3000 legale und illegale Goldminen; Raubbau der Wälder zum Abbau von Bauxit.
 Staatsform: Republik mit Präsidialverfassung.
 Staatsoberhaupt: Desiré Delano Bouterse (seit 2010; wiedergewählt 2015).
 Hauptstadt: Paramaribo; ca 250.000 Einwohner.
Das historische Zentrum von Paramaribo zeichnet sich durch viele  Gebäude aus der niederländischen und englischen Kolonialzeit aus. Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempeln stehen hier direkt nebeneinander. Die Basilika Peter und Paul ist die höchste gotische Holzkirche in Südamerika.
 Nationalfeiertag: 25. November (Tag der Unabhängigkeit 1975 von den Niederlanden).
 Geschichte: Surinam war kurze Zeit englische und ab 1667 niederländische Kolonie. 1948 erreichte das Land die Selbstverwaltung und ab 1975 die Unabhängigkeit. 1980 kam es zu einem Militärputsch, bei dem Regierung und Präsident abgesetzt wurden. Unter internationalem Druck wurde 1987 die demokratische Ordnung wiederhergestellt.
 Sklavenhandel:

 

Ab 1502 wurden über 300.000 Menschen aus Afrika nach Suriname gebracht und gezwungen, als Sklaven auf den Plantagen, auf denen Zuckerrohr, Baumwolle, Tabak, Kaffee und Kakao gepflanzt wurde, zu arbeiten. Heute sind deren Nachfahren, die Maroons, eine der größten Volksgruppe.
Am 1. Juli 1863 wurde die Sklaverei abgeschafft, allerdings mussten die ehemaligen Sklaven noch für zehn Jahre (Periode der sog. Staatstoezicht) als gering bezahlte Arbeiter auf den Plantagen arbeiten.
 Landessprache: Niederländisch (Amtssprache); auf Grund der Einwanderung aus drei Kontinenten werden in Surinam weitere 20 Sprachen gesprochen. Aus dem Sprachengemisch entstand die Umgangssprache Sranan-Tongo.
 Bevölkerung: Ca 541.800 Einwohnerinnen.Fast ebenso viel (400.000) Surinamesen bzw. Nachfahren von ihnen leben in den Niederlanden, den ehemaligen niederländischen Antillen oder in den USA.
Multiethnische Bevölkerung aus indigenen Völkern, afrikanischen (Kreolen, Maroons), den asiatischen (Hindustani, Javanesen, Chinesen) und europäischen Einwanderern.
 Kultur:

 

Es ist ein Schmelztiegel der Kulturen, was im täglichen Leben immer präsent ist. Eine Moschee steht neben einer Synagoge, neben Nasi Goreng wird eine Roti Mahlzeit angeboten, es gibt typische kreolische Kaseko Musik oder chinesische Drachentänze.
 Religionen: Etwa 48% sind Christen, rund 22% Hindus, rund 13% sind Muslime, 1,8% Traditionelle Religionen, eine kleine Gemeinschaft von Juden und andere.Die größte protestantische Kirche sind die Herrnhuter Brüdergemeinde, eine der wichtigsten gesellschaftlichen Kräfte im Land.
 Bildung: Bis zum 12. Lebensjahr besteht Schulpflicht und ist vom Staat gefördert. Nur eine Minderheit sind Analphabeten, davon aber die meisten weiblich.
 Gesundheit: Alle Kinder bis 17 Jahren sowie Senioren ab 60 Jahren haben Anspruch auf eine kostenlose medizinische Versorgung durch das Sozialversicherungssystem. Darüber hinaus bietet das Grundgesundheitsversicherungsgesetz, das im Jahr 2014 in Kraft getreten ist, auch eine obligatorische Krankenversicherung für alle ArbeitnehmerInnen.
 Frauen: Frauen und Männer sind gesetzlich gleichgestellt. Durch die wirtschaftliche Rezession verschärft sich die bestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen.
 Wirtschaft: Surinam befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Rezession durch den Zusammenbruch des Rohstoffexportes. Gold und Rohöl bringen noch die höchsten Devisen.
In der Landwirtschaft werden Reis, Obst, Gemüse und Maniok für die regionalen Märkte angebaut.
 Währung: Suriname-Dollar

Quellen: Auswärtiges Amt/Deutschland/wikipedia u. WDP-Komitee-Surinam