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Nordmazedonien, Ohrid – Beratungsstelle für Roma-Mädchen

 

Viele Roma-Mädchen in Nordmazedonien haben nur eine kurze Kindheit, denn sie werden bereits mit 14 Jahren verheiratet und früh Mutter. Meist bedeutet die Ehe das Aus für ihre Ausbildung. Die Mädchen bleiben zu Hause, um sich um den Haushalt und die Kinder zu kümmern. Die zahlreichen Geburten wirken sich negative auf ihre Gesundheit aus. Es entsteht ein Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit, auch für die Kinder.

Im Rahmen des Projektes werden in einem Beratungszentrum für Roma-Mädchen in Ohrid öffentliche Veranstaltungen und Einzelgespräche zu den Themen Sexualität, Hygiene, Pädagogik und Frauenrechte angeboten. Es werden Roma-Frauen eingeladen, die eine Ausbildung gemacht haben und als positives Vorbild dienen können. Das Zentrum existiert bereits seit einigen Jahren und wird von der Roma-Gemeinschaft gut akzeptiert. Die Mädchen erhalten auch Unterstützung bei der Wahl einer weiterführenden Schule und höherer Bildung sowie bei der Arbeitssuche. Ziel ist es die Anzahl der Kinderehen zu reduzieren und den Anteil von Roma-Mädchen mit Schulabschluss oder sogar Studium zu erhöhen. Es sollen gesundheitliche Schäden (physische und mentale) bei Roma-Frauen verringert und die Lebenserwartung erhöht werden.

Zielgruppe sind nicht nur die gefährdeten Mädchen, sondern auch junge Frauen die bereits verheiratet sind und nur schwer mit den damit verbundenen Verpflichtungen und der Verantwortung zurechtkommen. Beraten werden auch alleinerziehende Mütter, die Hilfe im Bereich Kinderpflege und Kindererziehung benötigen, sowie Aufklärung über ihre Rechte als alleinerziehende Mütter.

Projektpartner:

“Diakonija Makedonija” Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche in Nordmazedonien

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2022
Fördersumme: 19.490 Euro

Bilder Copyright: Christina Cekov

Österreich, Wien – Zurale Seja – Starke Mädchen!

Zurale Seja – Starke Mädchen! Ist ein Projekt zur Stärkung von Roma-Mädchen in Wien. Für 12- bis 18-jährige Mädchen werden gendersensible Aktivitäten angeboten. Romano Centro betreut in den bestehenden Angeboten viele Mädchen, die innerhalb der Familie stark benachteiligt und dadurch in ihren Lebenschancen beeinträchtigt sind.

Im Rahmen des Projektes sind einerseits mehrtägige Aktivitäten außerhalb Wiens (“Mädchenwoche”)vorgesehen, andererseits soll in Wien ein regelmäßiges Angebot entstehen: Diskussionsrunden, Besuche von wichtigen Einrichtungen, Freizeit- und Kulturaktivitäten oder Austausch mit Vorbildern soll es den Mädchen ermöglichen, sich regelmäßig mit wichtigen Themen auseinander zu setzen. Dazu gehören: Geschichte der Roma; Roma- Frauen in der Gesellschaft; Feminismus, Frauenrechte; Gewalt in der Familie; Beruf und Bildung; Lebensplanung; Sexualität/ Liebe; Gesundheit; Freundschaft; Sicherheit im Internet; Rassismus.

Durch das Projekt wird ein sicherer Raum geschaffen, der es den Mädchen ermöglicht, sich mit Roma-Frauen und anderen Vorbildern und Expertinnen zu diesen Themen auszutauschen und dadurch für sich eigene Perspektiven zu entwickeln.

Projektpartner:

Romano Centro – Verein für Roma

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Finanzierung: 2019 – 2022

Fördersumme: 26.460,-  Euro

Bilder Copyright: Romano Centro – Verein für Roma