Länderinformation

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Land: Vanuatu – ehem. Neue Hebriden – auf Bislama: Ripablik Blong Vanuatu
Geographie:  Vanuatu ist ein Inselstaat von Melanesien im Südpazifik. Er besteht aus über 80 Inseln, von denen 65 bewohnt sind. Die größtenteils vulkanische Inselgruppe erstreckt sich über 900 km von Norden nach Süden, auf einer Fläche von rund 14.500 km².
Hauptstadt: Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist die Hafenstadt Port Vila mit über 51.000 Einwohner*innen. Sie liegt auf der Insel Éfaté.
Staatsform: parlamentarische Republik
Nationalfeiertag: 30. Juli 1980 – Tag der Unabhängigkeit von Frankreich und dem Vereinigten Königreich
Staatsoberhaupt: Seit Juli 2017 Präsident Tallis Obed Moses
Geschichte: Die Inseln von Vanuatu sind schon seit Jahrtausenden bevölkert. Die ältesten Funde werden auf das Jahr 2000 v. Chr. datiert. Der portugiesische Seefahrer Pedro Fernández de Quirós erreichte 1606 die Inselgruppe und vereinnahmte sie im Namen des spanischen Königs und der katholischen Kirche. Ab 1887 standen die Inseln offiziell unter britisch-französischer Kolonialherrschaft. 1906 erfolgte die Gründung des Kondominiums Neue Hebriden. Am 30. Juli 1980 erlangte der Inselstaat seine Unabhängigkeit. Die 1990er Jahre waren geprägt von politischer Instabilität, was zu einer Dezentralisierung führte.
Landessprachen: Ca. 110 Sprachen, höchste Sprachdichte weltweit; neben Bislama gelten auch Englisch und Französisch als Amtssprachen. Bislama entwickelte sich aus gebrochenem Englisch, Französisch und den traditionellen Sprachen
Bevölkerung: 2017 zählte Vanuatu rund 276.000 Einwohner*innen; die meisten sind melanesischer Abstammung mit einer polynesischen Minderheit auf den abgelegenen Inseln
Kultur: Die Bevölkerung von Vanuatu nennt sich selbst Ni-Vanuatu. Sie haben eine enge Beziehung zu Land, mit dem sie auf gewisser Weise verschmelzen. Kulturelle Identität und traditionelle Werte nehmen einen großen Stellenwert ein. Bekannt ist Vanuatu für seine Tradition des Kava-Trinkens (der Saft aus der Kava-Wurzel gilt als natürliches Entspannungsmittel) und dem Nagol (Landtauchen), der ursprünglichen Form des Bungee Jumpings.
Religion:
31,4% presbyterianische Kirche; 13,4% anglikanische Kirche; 13,1% römisch-katholisch; 10,8% Siebenten-Tags-Adventisten; 13,8% andere christliche Konfessionen; daneben gibt es noch etliche einheimische Glaubensrichtungen, zu denen sich aber nur noch 5,6% der Gesamtbevölkerung bekennen. Die bedeutendsten sind Cargo-Kulte wie die John-Frum-Bewegung und die Prinz-Philip-Bewegung.
Klima:
Auf Vanuatu sind die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt. Die Inseln haben tropisches, im Süden subtropisches Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28°C. Vanuatu kann jedes Jahr mit durchschnittlich 8 bis 10 Zyklonen rechnen. Der Inselstatt ist stark vom Klimawandel betroffen.
Flora und Fauna:
Vanuatu besitzt traumhaft schöne schwarze und weiße Sandstrände, Korallenriffe mit einer Artenvielfalt an bunten Fischen und Seevögeln. Es gedeihen Mangroven und Kokospalmen an den Küsten. Auf den nördlichen Inseln befindet sich immergrüner tropischer Regenwald. Auf den südlichen Inseln dominieren Trockenwälder und Savannen.
Wirtschaft:
Die Wirtschaft von Vanuatu besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei. Zu den wichtigsten Kulturpflanzen gehören Kokospalmen, Erdnüsse, Bananen und Mais, die hauptsächlich für den Inlandsbedarf kultiviert werden. Es existieren keine nennenswerten Bodenschätze. In Vanuatu gibt es keine Einkommenssteuern, Körperschaftssteuern oder Kapitalertragssteuern. Der Staatshaushalt wird durch Einfuhrsteuern, die Mehrwertsteuer (12,5 %) und durch diverse Gebühren finanziert.
Währung:
Bezahlt wird auf Vanuatu mit Vatu (VUV).  1 Euro entspricht ca. 127 VUV; auch der traditionellen Tauschhandel wird noch praktiziert

Quellen: Auswärtiges Amt.de/Bundesregierung.de/Wikipedia, www.laender-lexikon.de, www.wetterkontor.de